Der Kriegsbesessene
So verpeilt wie Markus Somm ist nichtmal Donald Trump.
Da gab es mal einen deutschen Journalisten namens Maximilian Harden. Der gab die Zeitschrift «Die Zukunft» heraus und war ein glühender Befürworter des Ersten Weltkriegs. Historische Notwendigkeit, Machtstellung verteidigen, Blabla. Die Geschichte hat ihn gerichtet, den Kriegstreiber und Dummschwätzer.
Heutzutage gibt es in der Schweiz Markus Somm. Der gibt die Zeitschrift «Nebelspalter» heraus, irrt sich am Laufmeter mit seinen Prognosen und laberte schon mal davon, dass die Ukraine doch Moskau bombardieren solle.
Es ist selbst für ihn nicht leicht, aber nun übertrifft er sich selbst.
«Dieser Krieg gegen den Iran ist gut».
Nun sind Kriege nie gut, manchmal allerdings notwenig, wie der Krieg gegen den Hitlerfaschismus zum Beispiel.
Wieso soll dann dieser Krieg «gut» sein? Endlich bestünde im Nahen Osten «die Aussicht auf Wohlstand und Freiheit», behauptet Somm sinn- und belegfrei. Wohl so wie in Afghanistan. Oder im Irak. Oder in Libyen. Oder, oder, oder.
Zunächst nimmt er sich die «Journalisten und Trumpologen» zur Brust, die selbst Trump dieses Verbrechen nicht zugetraut hätten, «und natürlich wissen sie es immer noch besser». Das ist ein schwerer Fehler, denn eigentlich weiss es nur einer besser. Logisch. Also zwei, genauer gesehen, Trump und Somm.
Denn durch den völkerrechtswidrigen und die UNO-Charta mit Füssen tretenden Überfall von Israel und den USA auf den Iran ergäben sich paradiesische Möglichkeiten.
Keine Ahnung, was für Zeugs Somm geraucht hat: «Wenn sich der Iran etwa mit der intellektuellen, militärischen und wirtschaftlichen Supermacht Israel zusammenschlösse – ergänzt durch die modernisierungsfreudigen Golfstaaten, ja selbst durch Saudiarabien unter ihrem ebenso reformwilligen Kronprinzen Mohammed bin Salman – dann könnte das Wunder geschehen, dass eine Region, die seit etwa 700 Jahren kaum mehr vorangekommen ist, von neuem erblüht.»
Der Schlächter bin Salman, der seit Jahren einen grausamen Krieg im Jemen führt, sei «reformwillig»? Lebt Somm in einer Parallelwelt?
Fehlen eigentlich nur noch die 72 Jungfrauen, die dann allen Beteiligten zustünden, schon in diesem Leben. Dass ein sprunghafter, konzeptloser, egogetriebener Mafioso wie Trump so etwas auch nur im Alptraum vorhätte oder anstrebte – gibt es eine Steigerung von absurd?
Natürlich werden Angriffskriege immer für das Gute, gegen das Böse, für das Richtige, gegen das Falsche geführt, natürlich ist der Angreifer immer edel und gut, der Angegriffene immer ein ganz übler Schurke.
Nun gebe es aber eben diese Trump-Basher, die unbelehrbar darauf hinweisen, dass auch dieser Krieg gegen ein immer noch wehrhaftes Regime in einem Riesenschlamassel und Gemetzel dahinsiechen wird, wo die Optionen nur schlimm oder schlimmer sind. Was sind die, laut Somm?
«Narren.»
Das lallt der närrische Gaukler und begründet wie folgt: «Ein Krieg gegen ein Regime, das eine ganze Region 47 Jahre lang destabilisiert hat, das zu diesem Zweck auch eine Atombombe anstrebte und die eigenen Bürger einsperren, foltern und erschiessen liess, ein Regime, das Männer an Kränen aufhängt und Frauen verprügelt, weil sie kein Kopftuch tragen wollen: Wer hat Nachsicht mit einem solchen Regime?»
Banale Regeln der Logik sind auch nicht Somms Sache. Niemand mit gesundem Verstand hat Nachsicht mit diesem Regime. Viele, die keine Nachsicht haben, sind aus guten und wohlerwogenen Gründen gegen diesen Krieg, der wieder einmal unter Beweis stellt: Macht bricht Recht, das ist die neue Weltordnung.
Natürlich ging und geht es in den unzähligen militärischen Interventionen der USA seit dem Zweiten Weltkrieg immer und ausschliesslich darum, Frieden und Demokratie zu verbreiten. Und wer sich so hartnäckig wie die Vietnamesen dagegen wehrte, musste halt versuchsweise in die Steinzeit zurückgebombt werden (General Westmoreland). Kriegsverbrechen ohne Zahl (Agent Orange) begleiteten diesen Versuch bis zur schmählichen Niederlage.
Die «Befreiung» des Nachbarstaats Irak endete in Bürgerkrieg, dem Erstarken des IS, Hunderttausenden von Toten und einem bis heute unregierbaren Land.
Eigentlich ist Somm doch Historiker, also sollte er doch wissen, wieso dieses Mullah-Regime im Iran entstanden ist. Und wer durch einen Putsch gegen einen demokratisch gewählten Präsidenten den korrupt-blutrünstigen Schah an die Macht brachte. Das war das Werk der USA und der CIA. Und unfähig, wie sie sind, übersahen sie, dass der Freund des Westens Pahlavi durch Prunk und Pomp und Brutalität den Boden für das Erstarken des islamischen Fundamentalismus bereitete.
Grossartig gelaufen, historisch gesehen.
Aber für Traumtänzer wie Somm sind das alles keine Gründe, nicht von einem «guten Krieg» zu faseln, verrückte Träume mit ernster Kommentatorenmiene vorzutragen. Wie kann man so einem bezeichnen?
Als Narr? Ach was, viel zu schwach. Aber leider stehen Straf- und Zivilrecht dagegen, Somm so zu qualifizieren, wie er es verdiente.
Selten bedauerte das ZACKBUM mehr als hier.











Zeyer blubbert gern im Absoluten, Perfekten. Schwarz oder weiss. Dumm oder Zeyer. Ein Staat, dessen primäres Ziel ist, die USA und Israel zu vernichten, muss mit Schmerzen rechnen. Zeyer pickt sich zur Rechtfertigung immer gerne ein, zwei Rosinchen raus, die man aber auch analysieren müsste, z.B. Agent Orange. Wurde auch eingesetzt gegen Chinesen, die russische Waffen durch neutrale Staaten zum Vietcong geschmuggelt haben. Riskant. Und zu seinem chronischen Afrika – Gejammer: Die Soviets haben, zusammen mit tausenden Kubanern (ich kannte solche), Afrika in den 70ern ‚befreit‘. Sollen die doch in Afrika intervenieren, dort, wo es ganz übel läuft. Es ist eine multipolare Welt. Wohl bekomm’s!
Dumm oder Zeyer, gefällt mir.
Die Kriegsgurgel hat nicht einmal Militärdienst geleistet darum sein grosser Latz!
Sagt wer? Ein Ausgemusterter?
Was für ein Aufschrei!
Komplett verloren in der Vergangenheit, dem Heute und dem Tag danach.
Unterschiedliche Meinungen sind doch interessant. Ohne Somm hätte Zeyer diesen Beitrag nicht machen können. Die Beleidigung im letzten Abschnitt ist völlig unnötig.
Der total vernebelte Somm Markus kann es
einfach nicht lassen. Derart blühender Unsinn kann nur
von einem Maturanden stammen.
Der sich nie an die Reifeprüfung wagte.
Wie sehen denn die Welt und speziell der Nahe Osten aus der Sicht eines reifegeprüften Antisemiten aus?
Sicher anders als aus Ihrem Darkroom. Also, gehen Sie an die Sonne, das desinfiziert und sorgt für gute Laune. Shabbat Shalom!
Vor Ihnen kann man aber auch gar nichts verstecken, „Ast“! Kein Judengen, nicht die Religionszugehörigkeit der Mutter, keinesfalls die Mitgliedschaft bei den Weisen von Zion oder den Freimaurern. Ast sieht durch jedes Loch und trifft präzise ins Schwarze.