Arme Ameti

Wer Kaltërina Latifi auf seiner Seite hat, braucht keine Gegner.

Es war die letzte Provokation der Bachelorette der Politik, mit der sie den Bogen überspannte. Sie war, wie immer bei Sanija Ameti, sorgfältig inszeniert. Sie selbst ganz in Schwarz mit übergrosser Luftdruckpistole, daneben die durchlöcherte Zielscheibe. Aber der Schuss ging nach hinten los.

Da nützte weder die Entschuldigung, noch die hirnrissige Begründung, sie habe damit ein Trauma ausagieren wollen. Dann noch ein kleines Happening, mit dem sie eigentlich zeigen wollte, dass ihr die Meinung über sie wurst ist. Und gut ist auch mal.

Aber leider muss Latifi jede Woche ihre Kolumne im heruntergewirtschafteten «Magazin» füllen. Also fetzt sie los: «Die Kirchen werden immer leerer, doch plötzlich sehen Rechtspopulisten ihre religiösen Gefühle verletzt? Klar, die «Täterin» war ja auch eine moderne, emanzipierte Frau

Immerhin erwähnt Latifi nicht den gemeinsamen Migrationshintergrund. Was allerdings an Ameti modern oder emanzipiert sein soll?

Auf jeden Fall beklagt Latifi eine wahre Hinrichtung:

«Allen voran Politiker der SVP, mit der sich Ameti hin und wieder gerne angelegt hatte, standen in der vordersten Reihe, wenn es darum ging, die Politikerin zu einer persona non grata zu machen. Sie verlor ihren Job bei einer PR-Agentur, wurde ihres Amtes bei der GLP-Parteiführung enthoben, später gab sie das Präsidium der Operation Libero ab

Etwas ungenau; Ameti trat selbst aus der GLP aus. Und wer möchte sich denn mit einer solchen Mitarbeiterin schmücken?

Aber gut, in der Erregung unterlaufen einem Flüchtigkeitsfehler.

Natürlich reagierten politische Gegner Ametis auf diesen groben Schnitzer. Genauso, wie ein SVP-Exponent an den Pranger gestellt worden wäre, hätte er auf ein religiöses Symbol jedwelcher Art geschossen.

Das Absurde ist ja: natürlich wollte Ameti, wie es so ihre Art ist, bewusst und aufmerksamkeitsheischend provozieren. Sie unterschätzte nur die Wirkung ihrer dümmlichen Aktion. Dann zögerte sie ein paar Stunden, bis sie erkannte, dass nur noch Rückzug und Entschuldigung helfen könnten. Aber da war es schon zu spät.

Es war eine hirnlose Selbstinszenierung ohne jegliche Aussage ausser «schaut her, ich mach da was, ui».

Selbst wenn sie eine solche Schiessübung zwecks Frust- oder Stress- oder Traumaabbau zum «Abschalten» brauchte, dann ist das das eine. Dabei einen Fotografen zu bestellen (dessen Identität sie nicht preisgeben wollte), das Ganze inszenieren und ins Netz stellen, das ist etwas ganz anderes.

Sich dann als Täterin, die zum Opfer wurde inszenieren, das hat ihr halt niemand abgenommen. Ausser Latifi.

Dass rechte Politiker damit ihr Süppchen kochen würden, das war Ameti von Anfang an klar, das ist das Grundprinzip dieser Erregungsbewirtschaftung zwecks Generieren von Aufmerksamkeit, Clicks und attention.

Nur dass die Suppe überkochte, das erwischte sie auf dem falschen Fuss.

Latifi sieht das allerdings ganz anders:

«Nun, wer glaubt, mit dem Schuldspruch hätte man Sanija Ameti «abschalten» können, hat sich geirrt: Sie geht aus dieser Narrenschau als Siegerin hervor, hat sie doch die Bigotterie rechtspopulistischer Politik entlarvt

Langsam. Die Aufregung, das Strafurteil war eine «Narrenschau»? Wer sich dadurch also in seinen religiösen Gefühlen verletzt sah, ist ein Narr? Interessant. Und wer wollte sie denn abschalten? Das tat sie bekanntlich selbst. Und jeder, vor allem, wenn er ein «rechtspopulistischer» Politiker ist, ja deren ganze Politik wurde von Ameti als Bigotterie entlarvt?

Ob Latifi wohl weiss, was der Ausdruck bedeutet, so oberhalb von Schimpfwort? «Rechtspopulistische» Politik ist also nicht nur des Teufels, sondern auch noch von engherziger Frömmigkeit, übertriebenem Glaubenseifer und Scheinheiligkeit geprägt? Kein Rechtspopulist kann ein Christ sein und sich in seinen religiösen Gefühlen verletzt fühlen?

Auch hier gilt: eine Redaktionsleitung, die einen solchen unausgegoren Buchstabensalat durchwinkt und auf die zahlende Leserschaft loslässt, hat die Kontrolle über das eigene Organ verloren.

Oder aber, langsam drängt sich der Verdacht auf, weil ja auch Qualitätspapst Simon Bärtschi zu solchem Unfug schweigt: ist es vielleicht teuflische Absicht? Das Publikum vertreiben, damit man dann mit dem Ausdruck des Bedauerns das «Magazin» endlich einstellen kann; zu wenig Leser?

Wäre es nicht zu intelligent, könnte das durchaus sein.

 

13 Kommentare
  1. Guido Kirschke
    Guido Kirschke sagte:

    Ameti ist eine Neusozialistin, die in der jungen GLP schnell Karriere machen konnte. Mit der «Jesus»-Affäre hat sie sich ins Knie geschossen. Ich glaube aber nicht, dass sie deswegen für immer verschwunden bleiben wird. Sie wird irgendwann, vielleicht geläutert, politisch wieder aktiv werden.

    Antworten
    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:

      Da waren die Jungs früher im Stadtluzerner Parlament deutlich origineller. Sie sagten „de bitter Peterli“. Natürlich war es etwas störend, dass der Erfinder der Verballhornung ausgerechnet Kurt Bieder hiess und heisst.
      Wie aber kommt der Ruedeli eigentlich auf die Idee, dass Opa Bitterli ein Fan der Frau Ameti ist, bloss weil er gelegentlich die dümmsten und ekligsten ihrer Angeiferer als – ääääh – etwas triebgesteuert bezeichnet hat? Würde unser Gastgeber nicht griffige Worte im erotischen Bereich draussenhalten wollen, könnten Sie‘s auch noch deutlicher haben.
      Und was – last but not least – ist eigentlich genau die Aussage Ihres Beitrages? Sie wollen wirklich wissen, was Opa Bitterli „dazu“ sagt? Jetzt wissen Sie‘s. Er hat etwas zu Ihnen gesagt.

      Antworten
      • Ruedi Rudolf
        Ruedi Rudolf sagte:

        @Peter Bitterli, wer immer wieder zu Kommentaren austeilt, muss auch einstecken können. Sie sollten sich zum Thema äußern, nicht zu Ihrem oder meinem Namen, denn wir uns nicht ausgesucht haben. Wer sich hier so als Universitär eingebildetes Sprach/Schreib-Professor Genie aufspielt – sollte auch in der Lage sein zu den Themen was zu schreiben. Und nicht Kommentare zu Schreibfehlern, fehlenden Kommas, Textfluss, Textsingsang, Kommentieren – Wir sind hier nicht im Klassenzimmer – oder im Chrüter-Luz trinkenden Flaschenparlament am Vierwaldstättersee.

        Wieder voll am Thema vorbei gerast – Sie Töfflifahrer – Setzen sechs!

        Zum Thema: Kosovo, kleines Bergland in Ex-Jugoslawien, Heimat vom Fräulein Ameti (Jesus und Maria Bildnis Erschiesserin) hat nur 1.8 Millionen Einwohner. 250’000 Kosovaren leben in der Schweiz, mit oder ohne Eingebürgerte? – Ich weiß es nicht! – Die größte Einnahmequelle des Kosovo sind Drogengeschäfte. 95% sind Muslime. Hohe Kriminalitäts- und Strafvollzugsraten in der Schweiz. Gelten als schwer integrierbar. Das Yugo-Düütsch ist vorwiegend von Kosovaren geprägt, die auch schnell durchdrehen, stark zur Provokation und Gewaltanwendung neigen. Beispiel für Yugo-Düütsch: “Was gucksch Du? – Wotsch puff Mann? – Ich weiss im Fall wo din Briefchaschte wohnt!“

        Die Schweizer Politik hat versprochen das ALLE vorübergehenden Schutzsuchenden, nach dem Krieg wieder in ihre Heimatländer zurückkehren müssen – wieso sind ALLE noch da? – Zu viele Lügner und Wichtigtuer in den Schweizer Flaschenparlamenten? – Irgendwann in naher Zukunft ist gar keiner mehr da, denn man Sprachlich korrigieren kann, weil keiner mehr richtiges Deutsch spricht oder schreibt – außerhalb der Eingeborenen-Reservaten im Emmental und im Napfgebiet, wo die Eingeborenen vor denn Schutzsuchenden geschützt werden müssen. Und im Rest der Schweiz nur noch Jugo- Arab- Tamil- Ukros- und Afro-Düütsch gesprochen wird.

        Es gibt jetzt schon Schweizer Schulabgänger, die kein richtiges Deutsch sprechen, schreiben oder Texte verstehen können – auf dem Weg zurück ins Mittelalter mit Tutti Frutti und Multikulti.

        “Ametis Biografie im Nebel Geboren in Bosnien oder doch im Kosovo?“

        https://insideparadeplatz.ch/2025/07/30/ametis-biographie-im-nebel-geboren-in-bosnien-oder-doch-im-kosovo/

        Antworten
        • Peter Bitterli
          Peter Bitterli sagte:

          Das Peinlichste an seinem Elaborat ist, dass er seine Sprachbeispiele vom Türkendeutsch („Was guckst du?“) aus Deutschland holt. Das Zweitpeinlichste, dass er Themenbezug einfordert und dann einen themenfremden Rundumschlag erbricht. Das Drittpeinlichste, dass er sich Namensverballhornungen verbittet und dabei diese ja selber angerissen hat. Ansonsten ist kaum etwas Peinfreies in seiner Prosa zu finden. Das Ekelhafteste im vielen Ekelhaften aber ist, dass er („Sie Töfflifahrer“) offenbar persönliche Kenntnisse hat, sich selbst aber hinter einem Pseudonym verbirgt. Bäääh. Oder plappert er nur vom Hörensagen? Mit einer Vespa „rast“ man ja eher nicht. Er tut aber damit genau, das, was er den Schippis vorwirft, nämlich „ich weiss, wo du woonsch“. Versteht er das selber?
          Das Leckerli zum Schluss: Manche Deutsche sprücheln „Setzen -Sechs!“, weil sie damit die schlechteste Note zu erteilen vorgeben. In der CH aber ist Sechs die beste. Spruch nicht verstanden? Nicht richtig des Schweizerdeutschen mächtig?

          Antworten
  2. Victor Brunner
    Victor Brunner sagte:

    Immerhin hat Frau Latifi für einmal nicht gejammert sondern kraftvoll für Frau Ameti geschrieben die die Schweiz in der EU sehen will aber zu dumm für die «Social media» ist. Latifi sieht in Ameti ein Art helvetische Jeanne d’Arc, was dem dumpfen Feminismus geschuldet ist..

    In ein paar Wochen Kolumne von Latifi, «Julia Steiner, Feminismus und Gipfeligate».

    Antworten
  3. C.Rickenbacher
    C.Rickenbacher sagte:

    Sanija Ameti ist eine linke Spiessbürgerin, die fast Alle anderen für noch dümmer hält.
    Dann gibt es noch ein paar, die ihr zu Kreuze kriechen…

    Antworten
  4. H.R. Füglistaler
    H.R. Füglistaler sagte:

    Latifi hat wie Ameti gar nichts begriffen. Es geht
    nicht um verletzte religiöse Gefühle. Es geht um
    die Hinrichtung der elementarsten Menschenrechte.

    Antworten
    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:

      Fülistaler, inwiefern geht es um die „Hinrichtung der elementarsten Menschenrechte“? Können Sie eine Erläuterung und Begründung nachschieben, oder haben Sie nur den Mund deutlich zu voll genommen?

      Antworten
  5. Niklaus Fehr
    Niklaus Fehr sagte:

    Die Amaretti hat vielleicht einen etwas bitteren Nachgeschmack. Aber sie ist mir nicht unsympathisch. Auf jeden Fall sieht sie besser aus als Trump.

    Antworten
  6. K. Meyer
    K. Meyer sagte:

    Danke für diesen Abgesang und jetzt ist hoffentlich auch gut mit abgehuberten Figuren wie Frau Ameti und anderen, die in ebensolchen Magazinen schreiben.

    Antworten
  7. Peter Bitterli
    Peter Bitterli sagte:

    Gerade noch sind Sie von der Pfaffenschiene abgekommen. Der Abschnitt mit den „verletzten religiösen Gefühlen“ war aber schon ganz hart an der Verletzung aufgeklärter Gefühle.
    Jetzt ist aber mal gut, ok?

    Antworten
  8. Rolf Hug
    Rolf Hug sagte:

    Was im TA und weiterer «Qualitätsmedien» abgeht, ist mir schleierhaft. Es is ein Selbstmordkommando, ohne Plan unterwegs in den eigenen Untergang, unterwegs zur Selbstauflösung.

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert