Verstörte Tamedia-Journis
Brutal-verbal auf Polizisten eindreschen, dann kleinlaut werden.
Der «Bund» hatte am 12. Juni 2021 über einen «verstörenden» Polizeieinsatz zu berichten. Ein marokkanischer Asylbewerber sei brutal überwältigt und «wie ein Sack» in einen Polizeiwagen gestossen worden.
Das wollten ganze 11 Journalisten von «Bund» und «Berner Zeitung» beobachtet haben. Das gab natürlich einen medialen Aufschrei, die beteiligten Polizisten (und ihre Familien) gerieten in mediales Dauerfeuer und Shitstorms.
Die Medienmenschen berichteten Schreckliches: «Wir hörten, wie sein Kopf auf dem Kabinenboden aufschlägt.» Es habe eine Blutlache auf dem Boden gegeben, der Misshandelte habe um Gnade gewinselt. Furchtbar.
Die Staatsanwaltschaft klagte an, ein beteiligter Polizist wurde erstinstanzliche verurteilt, dann vom Obergericht freigesprochen. Es stellte sich heraus: es waren nicht 11, sondern nur 4 Augenzeugen. Die zudem nachweislich und kräftig flunkerten. Es gab keine Blutlache, niemand ausser einer Journalistin hörte den Marokkaner um Gnade bitten.
Der war zudem völlig zugedröhnt. Alkohol, Kokain, Cannabis und Benzodiazepine wurden in seinem Blut gefunden.
Nach der scharfen Medienschelte des Obergerichts in der schriftlichen Begründung hatte ZACKBUM ein paar Fragen an Tamedia:
- Wurden oder werden disziplinarische Massnahmen gegen diese Journalisten ergriffen, wenn ja, welche?
- Der Berner Sicherheitsdirektor wirft Tamedia eine eigentliche Medienkampagne vor. Teilt Tamedia im Nachhinein diese Auffassung?
- Wird Tamedia über dieses Urteil berichten, nachdem die NZZ das bereits ausführlich getan hat?
- Welche Konsequenzen zieht Tamedia aus diesem Vorfall?
Die Antwort: «Das Urteil des Berner Obergerichts, auf das Sie Bezug nehmen, datiert vom Februar 2025. Sowohl der «Bund» wie auch die Berner Zeitung haben damals mit mehreren Beiträgen ausführlich darüber berichtet, darunter sowohl eine Vorschau als auch die Berichterstattung zum Freispruch des Polizisten.»
Ausführlich? Zum Freispruch quetschte sich die Redaktion ein Artikelchen von 2000 A ab: «Nach einer umstrittenen Festnahme wurde ein Polizist wegen Amtsmissbrauchs und Tätlichkeiten angeklagt. Nun spricht ihn das Obergericht in allen Anklagepunkten frei. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig.»
Umstritten war die Festnahme wohlgemerkt nur innerhalb von Tamedia. Die mit knapp 6000 A über diesen angeblichen Skandal berichtet hatte.
Und was ist nun mit den richterlichen Vorwürfen gegen diese Journalisten? Der Entscheid umfasse «62 Seiten und wird derzeit redaktionell geprüft und eingeordnet». Was der NZZ schon längst gelungen ist.
Und wird es Konsequenzen haben, wenn Journalisten offensichtlich flunkern, Blutlachen erfinden und die Festnahme eines schwer zugedröhnten Mannes zu einer «verstörenden Aktion» hochzwirbeln?
Gibt es ein Wort des Mitgefühls mit den Polizistenfamilien, eine Entschuldigung gar?
«Zu allfälligen disziplinarischen Massnahmen gegen Journalistinnen oder Journalisten äussern wir uns grundsätzlich nicht.»
Dann tut das ZACKBUM: Der Sicherheitsdirektor Berns hat völlig recht: «Das Verhalten der Journalisten von Bund/BZ: schockierend.»
Wenn 4 oder gar 11 Journalisten sich offenkundig untereinander absprechen, Falschaussagen machen, unverhältnismässige Polizeigewalt unterstellen und eine regelrechte Kampagne auslösen, dann dürfen die nicht damit davonkommen.
Vor allem, wenn ihnen das gerichtsfest nachgewiesen wurde.
Andere an den Pranger stellen, das konnten die Autoren Naomi Jones, Dölf Barben und Raphael Moser. Die beiden Journalisten und der Fotograf Moser arbeiten weiterhin in der fusionierten Redaktion von «Bund» und «Berner Zeitung».
Von ihnen hat man kein Sterbenswörtchen der Einsicht, der Korrektur, gar der Entschuldigung gehört. «Wir finden übereinstimmend, dass diese Verhaftung teilweise brutal abgelaufen ist», fabulierten sie damals. Aber ach, war doch nur so eine Empfindung. Darauf kann man diese Zierden ihres Berufs doch nicht behaften.











ACAB bedeutet nun mal «ALL cops are bastards».
Insofern gibt es da nichts richtigzustellen.
Was kümmert es uns, wenn so ein kleinkariertes Fascho-Gericht mit Fakten um die Ecke kommt?
Haltung ist doch viel wichtiger. Schwamm drüber, die Richtung stimmt!
😉
Der TA hat die Lösung im Hause. Alexandra Kedves, studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Konstanz, Oxford und Freiburg im Breisgau, schaut regelmässig «Tatort» auch wenn er der grösste Schrott ist und schreibt zeitnah einen Artikel dazu. Sie könnte als kompetente «rasende Reporterin» an Tatorte eilen und berichten. Die Schauermärlijournalisten von Bern könnten wegen Fake-News Verbreitung und Unfähigkeit gefeuert werden!
Lieb, dass Sie regelmässig „Tatort“ schauen, um herauszufinden, dass er der grösste Schrott ist.