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Helm auf!

16. Januar 2026/2 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Dominique Eigenmann ist auf dem Kriegspfad. Trump zittert.

Wenn das mal keine Ansage ist: «Grönland: Jetzt braucht Europa gute Antworten». Im Internet hört sich das noch martialischer an:

Eigemann ist selbst für Tagi-Verhältnisse Rekordhalter im Zurechtweisen und Handlungsbefehle Erteilen. Erst unlängst musste er den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz scharf rügen: Der mache einen «kolossalen Fehler». Völlig falsch liege der «knurrige belgische Ministerpräsident», der den Diebstahl russischer Zentralbankgelder ablehnte.

Denn Eigenmann wusste es besser: «Europa wird derzeit faktisch in der Ukraine verteidigt. Deswegen muss die EU nächste Woche an ihrem Gipfel mutig sein und den «Reparationskredit» an Kyjiw solidarisch beschliessen.»

Und die Sicherheit Deutschlands wurde am Hindukusch verteidigt. Aber die EU hat dann eine für sie übliche Schwiemellösung gefunden. Einfach gemeinsam mehr Schulden aufnehmen, geht doch auch.

Aber nun hat das Schlachtfeld gewechselt, es geht um alles. Zumindest um Grönland. Geradezu fieberhaft erteilt Eigenmann Ratschläge: «Auf allen Ebenen müssen sie auf die angekündigte Attacke reagieren, rote Linien ziehen, Angebote schnüren.»

Befriedigt nimmt der Rechthaber zur Kenntnis: «In Europas Hauptstädten und in Brüssel, dem Hauptquartier von EU und Nato, wird daran bereits fieberhaft gearbeitet.» Endlich hört man mal auf ihn …

Aber bei allem Fieber, was kann Europa denn gegen Trumps Annexionsgelüste tun?

Das ist guter Rat, selbst für Eigenmann, teuer:

«Militärisch verteidigen vermögen Dänemark und die EU Grönland gegen die grösste Militärmacht der Welt nicht, so viel steht fest.»

Ja aber was denn dann? Na, «Germans to the front», beliebter Slogan seit 1900. Allerdings meinte der britische Admiral Edward Seymour damals während des chinesischen Boxeraufstands damit, dass er lieber tapfere Deutsche als schlappe Engländer verheizen möchte.

Wie auch immer, nun forderten dänische Politiker «Frankreich und Deutschland auf, Truppen auf Grönland zu stationieren – nicht um die Insel zu verteidigen, sondern um den politischen Preis einer Invasion in die Höhe zu treiben».

Ach so, lasst euch da mal verheizen, Jungs. Das sei, meint Eigenmann in der Sprache des Unmenschen, «eine Art Stolperdraht – um den USA zu signalisieren, dass sie schon auf Verbündete schiessen müssen, wollen sie die Insel annektieren».

Und England, das perfide Albion, ist als Nicht-EU-Mitglied mal wieder fein raus.

ZACKBUM versucht, den jüngsten Ratschlag des Militärstrategen Eigenmann zu verstehen und zusammenzufassen. Europa dürfe seine Souveränität nicht aufgeben. Dazu gehöre auch die nötigenfalls militärische Verteidigung Grönlands. Andererseits sei das gar nicht möglich. Oder halt so als «Stolperdraht» aus Leichen von deutschen und französischen Soldaten.

Europa brauche jetzt gute Antworten, behauptet Eigenmann einleitend. Das ist wahr. Wieso liefert er dann aber unbrauchbares Gestammel?

Weiss der Grossstratege denn nicht, dass Trump jedes Anzeichen von Schwäche zu mehr Brustgetrommel animiert? Also ein deutliches «fuck off, und wir hätten dann auch Atomwaffen, im Fall». Das wäre die eine Möglichkeit.

Oder aber: Fliegen Sie doch direkt vom WEF nach Grönland, um dort in Nuuk die US-Flagge zu hissen.

Und hören Sie nicht auf Irrlichter wie Eigenmann. Aber das tut ja ausser- und innerhalb der EU sowieso keiner. Bloss die armen Tamedia-Leser bezahlen mal wieder dafür, dass sie gequält werden. Muss sich um Masochisten handeln.

Schlagworte: Albion, Dominique Eigenmann, Edward Seymour, Friedrich Merz, Grönland, Militärstratege, Nuuk, Ratschläge, Stolperdraht, Trump, WEF, Widerstand
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https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2026/01/Bildschirmfoto-2026-01-14-um-16.31.13.png 561 1015 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2026-01-16 05:00:312026-01-14 17:15:50Helm auf!
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2 Kommentare
  1. C.Rickenbacher
    C.Rickenbacher sagte:
    16. Januar 2026 um 17:34

    Ausserhalb der Schweiz interessiert sich niemand einen feuchten Dreck um seine Meinung. Es sind die besonders einfältigen Journalisten und Politiker die meinen, alles kommentieren zu müssen…
    Es gibt mehr als genug Themen vor der eigenen Haustüre.

    Antworten
  2. Mathias Wyss
    Mathias Wyss sagte:
    16. Januar 2026 um 8:05

    Komisch, dass noch kein Mediengenie auf die Idee gekommen ist, eine Kompanie Schweizer Soldaten auf die Insel zu schicken. Der Verteidigungsminister wäre bestimmt dafür.

    Antworten

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