Schwurbeln auf tiefem Niveau

Andreas Tobler redet mit Sibylle Berg. Das ist auch verrückt.

Tobler ist der Schmierenfink des Feuilletons. Oder von dem, was bei Tamedia von Kultur noch übrig geblieben ist. Er denunziert und verbellt, was ihm nicht passt. Margrit Sprecher zum Beispiel passt ihm nicht. Alice Weidel passt ihm überhaupt nicht. Geschichtsklitterung liegt ihm hingegen sehr.

Einen Mordaufruf gegen Roger Köppel verharmlost er zum «Theatermord».

Auch Sibylle Berg hat etwas Mühe, mit dem Thema Wahrhaftigkeit in ihrer Biographie und in ihrem Werk umzugehen. Was passiert dann, wenn Tobler Berg interviewt? Nun, es wird immerhin nicht über Dorothee Elmiger gesprochen. Das ist aber das einzig Positive, was man über diese Leserquälerei sagen kann.

Berg weiss wie Lukas Bärfuss, dass die Markenpflege entscheidend ist, wenn man inhaltlich nur Ärmliches zu bieten hat. Also hat er sich auf den grimmigen Blick geworfen, während Berg als Markenzeichen die Pupillen in den Augenwinkeln pflegt.

Wiedererkennungswert, das A und O jedes guten Marketings.

Ach, und das Interview? Lassen wir sie selbst sprechen, denn das sagt alles:

«In der EU haben wir eine steigende Armutsquote. Dort wie auch bei uns in der Schweiz haben viele Angst. Vor Kriegen, Armut, Wohnungslosigkeit, der KI. … Sehr viele Menschen sind am Anschlag. Wenn man den Zahlen Glauben schenkt, dann nehmen die Überlastungsdepressionen und Burn-outs zu. In Zürich, wo ich lebe, gibt es eine wahnsinnige Angst vor der Verdrängung, vor dem Verlust der Arbeit und dem Wohnraum. … Auch in unserem wohlhabenden Land wächst die Unzufriedenheit, der Stress. … Mehr Chaos als es jetzt in der Welt gibt, kann es doch kaum geben. … Im Moment haben wir an vielen Orten weltweit die Vorstufe zu einem Aufstand, den zivilen Ungehorsam, die Demonstrationen, in Ländern Europas, in Amerika, Südamerika. … Ich arbeite weiter gegen Überwachung und Armut, es dauert einfach, bis die Dinge sichtbar werden. … Wenn er (Christoph Blocher, Red.) mir neben der Besichtigung der schönen Bilder einen Kaffee anböte, dann würde ich sagen: «Gerne, mit Hafermilch bitte.» Dann wäre ich wahrscheinlich schon untendurch, denn ein ordentlicher Schweizer trinkt Kuhmilch.»

Wenn eine solche Ansammlung von Flachheiten, Beliebigkeiten, Gedöns, Dummheiten, Allgemeinplätzen und erschreckend Langweiligem in einem Schulaufsatz stünde, wäre die Note ungenügend sicher.

Wenn es bei Tamedia noch so etwas wie eine Qualitätskontrolle gäbe, hätte man Tobler bedeutet, dass dieser Worthaufen es wirklich nicht wert ist, Druckerschwärze oder auch nur kleinste Einheiten elektrischer Energie darauf zu verschwenden. Sondern ihm das Entsorgen dieses Sprachmülls empfohlen.

Vielleicht mal eine klitzekleine kritische Frage zu Ungereimtheiten in Werk und Biographie bei Berg? Aber das hätte ja die Gefahr beinhaltet, dass sie auf ähnliche Besonderheiten im Werk Toblers hingewiesen hätte.

In der Tamedia-Gesinnungsblase werden Gesinnungsblasen geblasen, Fragen dienen lediglich zum Aufpumpen.

Dass sich Berg über jede PR zu ihrem Werk freut, wer kann’s ihr verdenken. Dass der «Leiter des Gesellschafts- und Debattenteams im Ressort Leben» klaglos schluckt, dass Berg dafür plädiert, mit allen zu reden, die Streit- und Debattenkultur zu fördern, während er das niemals zulassen würde – ach, da ist Tartuffe Tobler ganz bei sich selbst.

5 Kommentare
  1. Hug Rolf
    Hug Rolf sagte:

    Um den säuerlichen, verbitterten Tobler aus seiner Schmollecke zu holen, braucht es nun etwas Süsses, vielleicht ein Stückchen Toblerone oder noch besser einen echten Mohrenkopf aus dem Hause Dubler!
    Das wäre die richtige Medizin für diesen Griesgram.

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  2. Rapahel Stein
    Rapahel Stein sagte:

    …denn ein ordentlicher Schweizer trinkt Kuhmilch.
    Und ein unordentlicher trinkt
    Himalaya Ochsenmilch gemolken von nackten Hirten unter dem Vollmond?

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  3. Petra Hartmann
    Petra Hartmann sagte:

    Die Märlitante Berg, ist mir in Erinnerung. So drohte sie mir mit ihrem Anwalt und blockierte mich in den Sozialen Netzwerken.

    https://www.zackbum.ch/2023/06/18/hat-sibylle-berg-alles-erfunden/

    Der Herr Tobler ist bei mir schon längst unten durch. Unverzeihlich, wie er Rammstein als Täter verleumdete.

    Der Tagi habe ich früher abonniert. Heute lese ich nicht einmal mehr die Schlagzeilen. Es grenzt an Zumutung, was da teilweise an Schmierereien serviert wird.

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    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:

      Das Schlimmste beim „Thaaagi“: Diese Schmierereienservierer können nicht einmal einen Akkusativ von einem Nominativ unterscheiden.

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