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Magnetfeld-Störung

15. November 2025/6 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Präsident Trump gibt zu, dass er nicht weiss, was ein Magnet ist.

Aber natürlich weiss er alles über Magnete. Und könnte auf den roten Atomkrieg-Knopf drücken. Beängstigend.

Im genialen Kubrick-Film «Dr. Seltsam oder wie ich die Bombe lieben lernte», beginnt der Dritte (und letzte) Weltkrieg damit, dass General Jack D. Ripper Erektionsschwierigkeiten hat.

Auch zu diesem Thema hat sich Trump bereits geäussert. 2006 sagte er: «Ich fühle mich automatisch zu schönen Frauen hingezogen – ich fange einfach an, sie zu küssen. Wie ein Magnet. Ich warte nicht mal. Und wenn man ein Star ist, lassen sie einen das machen. Man kann alles machen. Pack sie an der Muschi. Man kann alles machen.»

Seither scheint ihn das Thema Magnet nicht mehr loszulassen. In einem Gespräch mit Fox News legte er unlängst nach:

«Präsident Xi war bereit, die Eisenbahnprojekte anzugehen – das ist der Magnet.» Dann machte er ein seltsames Geständnis:

«Heute weiss doch keiner mehr, was ein Magnet ist. Ohne Magnet kein Auto. Man stellt keine Computer her, keine Fernseher, Radios und all die anderen Dinge – gar nichts.»

Falls das so ist: ein Magnet erzeugt ein Feld durch bewegte elektrische Ladungen. Anziehung, Abstossung. Es gibt Dauer- oder Elektromagnete. Bitte sehr, Mr. President.

Trump fährt fort: «Dreissig Jahre lang wurde versucht, etwas sehr Wichtiges zu monopolisieren.» Durch die Chinesen, steht zu vermuten.

Aber Trump hat wie immer eine Abhilfe parat: «Und jetzt, in zwei Jahren, haben wir Magnete, so viele wir wollen.»

Wie hat er denn das geschafft? «Wegen der Zölle – hören Sie, ich habe angerufen, ich habe gesagt: Ihr spielt den Magneten, wir spielen die Zölle auf euch.»

Das erklärt nun einiges. Die Zölle dienen also nicht nur dazu, Handelsbilanzen auszugleichen. Oder, wie im Fall Brasiliens, unliebsames Verhalten gegenüber Freunden von Trump zu bestrafen.

Oder mit ständig wechselnden Ankündigungen und Drohungen Handlungsunsicherheit und Chaos zu veranstalten.

Nein, ein weiterer Zweck ist die Beschaffung von möglichst vielen Magneten. Obwohl heute keiner mehr weiss, was das ist.

Nun hat Trump auch gesagt:

«Ich habe das Recht, zu tun, was immer ich will, als Präsident.»

Leider hat man nicht rechtzeitig ihn alles tun lassen, denn er ist sich auch sicher: «Ich glaube, ich hätte [9/11] verhindern können, weil ich eine sehr harte Linie gegen illegale Einwanderung habe.»

Aber auf jeden Fall steht eines fest: «Die Menschen lieben mich. Und wisst ihr was, ich bin sehr erfolgreich gewesen. Alle lieben mich.»

Unvergessen auch:  «Ich könnte mitten auf der Fifth Avenue stehen und jemanden erschiessen – und ich würde keinen einzigen Wähler verlieren.»

Es gibt allerdings eine Gefahr in den USA, die unbedingt bekämpft und gebannt werden muss: «Die sind sehr gefährlich. Die sind Marxisten und Kommunisten und Faschisten. Die sind eine Gefahr für die Demokratie.»

Dabei schrecken die vor nichts zurück: «Die vergiften unser Wasser. Dadurch bin ich zuerst auf eine kommunistische Verschwörung aufmerksam geworden.»

Hoppla, das letzte Zitat stammt von Jack D. Ripper aus Kubricks Film. Könnte aber auch von Trump sein.

Auch wenn das dem Autor ein Einreiseverbot in das Land der Freien einbrockt: Jack D. Ripper ist eine erfundene Filmfigur. Aber in seiner Irrheit nahe an der Realität.

Donald J. Trump ist sehr real, obwohl es irreal ist, was er von sich gibt. Ripper löst im Film den Weltuntergang aus, indem er Atombomber losschickt. Der Zuschauer verlässt bedrückt den Kinosaal.

Trump könnte in der Wirklichkeit den Weltuntergang auslösen, indem er auf den roten Knopf drückt. Bedrückt schauen wir zu.

Schlagworte: Donald Trump, Jack D. Ripper, Kubrick, Magnet, Pussy, roter Knopf, Weltuntergang, Xi, Zölle
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https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2025/11/Bildschirmfoto-2025-11-14-um-13.59.54.png 1198 1876 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2025-11-15 05:00:122025-11-14 14:18:37Magnetfeld-Störung
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6 Kommentare
  1. Armin
    Armin sagte:
    15. November 2025 um 16:55

    Lieber Trump als Woke.
    Jedenfalls hat er jetzt so viele Magnete wie er immer wollte.
    Vielleicht macht ihn das etwas milder.

    Antworten
  2. Peter Bitterli
    Peter Bitterli sagte:
    15. November 2025 um 6:14

    „Und wenn man ein Star ist, lassen sie einen das machen. Man kann alles machen. Pack sie an der Muschi. Man kann alles machen.“ Und was ganz genau ist denn jetzt daran falsch? Groupies, cheerleaders, Gurujünger, Streichquartettdamen, Politikerverehrerinnen. Was es nicht alles gibt! Die Aussage gewinnt noch an Seriosität, wenn man den Satz mit den pussies nicht in bewusst falscher und denunziatorischer Übersetzung als Imperativ, sondern als Aussage im klaren Zusammenhang des zweimaligen „Man kann alles machen“ liest. Das wäre dann im Infinitiv zu übersetzen.

    Im übrigen: Jaja, Trump. Mit oder ohne Magnet. Auch nicht schlechter als Alain Berset.

    Antworten
    • René Zeyer
      René Zeyer sagte:
      15. November 2025 um 7:24

      Der letzte Absatz reisst’s dann wieder raus.

      Antworten
      • Peter Bitterli
        Peter Bitterli sagte:
        15. November 2025 um 8:50

        Na, wenn ich Ihnen jedesmal Noten geben wollte… Betragensnoten noch dazu.

        Antworten
        • René Zeyer
          René Zeyer sagte:
          15. November 2025 um 11:17

          Privileg des Besitzers des Spielplatzes …

          Antworten
          • Rapahel Stein
            Rapahel Stein sagte:
            15. November 2025 um 11:47

            Privileg des Besitzers des Spielplatzes …
            Lassen wir das mal so auf ihrem Spielplatz liegen.

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