Shaky Jackie
So würde Trump vielleicht Jacqueline Badran nennen.
Es ist eine alte Weisheit: jeder hat das Recht, sich öffentlich zum Deppen zu machen. Davon machen einige im Übermass Gebrauch.
In einem ihrer sogenannten «#Korrigendum» in der «SonntagsZeitung» wütet Badran gegen den «orangen Dauerstargast», gegen den «orangen Widerling», gegen den «orangen Superschurken». Etwas repetitiv, aber bitte, Fantasie ist nicht jedem gegeben.
Ihr Zorn richtet sich auch gegen Brendan Carr, den Direktor der Federal Communication Commission (FCC), die US-Regulierungsbehörde für Medien.
Nun wird ihre Argumentation etwas kurvig, höflich formuliert. Carr habe im «Projekt 2025» prominent Abschnitt 230 des «Communications Decency Act» von 1996, «das Onlineplattformen erlaubt und Anreize schafft schädliche Inhalte wie Hassrede, Aufrufe zur Gewalt oder sexistische Inhalte zu moderieren, ohne haftbar gemacht zu werden, denunziert».
Und weiter: Die FCC hätte laut Carr «eine wichtige Rolle zu spielen wegen der Bedrohung individueller Freiheiten durch Konzerne, die ihre dominante Marktmacht missbrauchen. Heutzutage würden eine Handvoll Konzerne alles beeinflussen können, von der Information, die wir konsumieren, bis zu den Orten, wo wir einkaufen».
Nach der Inauguration des orangen Gottseibeieuns hätten die grossen Plattformen «alle Moderationen von Inhalten» eingestellt. «Damit war der Pfad zu unbehelligter rechter Propaganda gelegt.»
What a Bullshit, würde da «das orange Mannbaby» sagen. Völlig zu recht. Denn dieses Gesetz sagt glasklar: “No provider or user of an interactive computer service shall be treated as the publisher or speaker of any information provided by another information content provider.” Oder auf Deutsch, falls Badran auch nicht Englisch kann:
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Plattformen wie soziale Netzwerke, Foren, Blogs usw. haften grundsätzlich nicht für von Nutzern gepostete Inhalte.
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Sie dürfen Inhalte moderieren, entfernen oder sperren, ohne dadurch wie ein „Verlag“ behandelt zu werden.
Oder eben auch nicht. Während alle Medienorgane – auch ZACKBUM – nicht nur für die selbsterstellten Inhalte verantwortlich und haftbar sind, sondern auch für Kommentare oder Fremdbeiträge, gilt das für die sogenannten Sozialen Medien nicht. Wenn also Carr das kritisiert, hat er völlig recht.
In ihrer Aufzählung von mächtige Medienmogulen, die eben dem «orangen Superschurken» helfen würden, erwähnt Badran auch «Medien-Milliardär Rupert Murdoch». Unterlässt aber zu erwähnen, dass der vom «orangen Widerling» auf 10 Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt wurde, was nun nicht gerade als Freundschaftsgeste gewertet werden kann.
Aber nach diesen Loopings will Badran auch noch etwas zur Schweizer Medienszene sagen: «Auch das Schweizer Parlament hat die SRG und die Medienlandschaft noch weiter geschwächt.»
Nun, in Wirklichkeit ist das ein weiterer intellektueller und verbaler Schwächeanfall von Badran. Wobei die SoZ hier ihrer Fürsorgepflicht nur unzureichend nachkommt und die Dame nicht davor schützt, sich immer mal wieder öffentlich lächerlich zu machen.










Frau Badran bedient die Erwartungen der zahlreichen «Abonierenden». Sachverstand kann hinderlich sein.
Keine Ahnung, wovon der Meister redet. Zu schwankend der Mix aus Zitat, indirekter Rede in indirekter Rede und Kommentar. Hilft die Lektüre des Badranschen Urtextes? Aber wer will sich sowas zumuten?
Bei Frau Badran sind bei ihrer Sozialisation, die Begriffe wie Anstand usw. ausgelassen worden…
Ein ganz klarer Schnitzer. Zackbum einmal mehr unersetzlich.
Doch wäre die heutige «Linke» mehr wie Badran,
wäre sie wieder die Linke.