Wumms: Markus Somm

Selbstzerfleischung in aller Öffentlichkeit.

In linksradikalen Kreisen war und ist die Selbstkritik eine gern gepflegte Form des Masochismus. Der linke Renegat Markus Somm pflegt sie bis ins höhere Alter.

Grund genug hat er. Gescheitert als Chefredaktor der «Basler Zeitung», die ihm von Christoph Blocher unter dem Hintern weg an Tamedia verkauft wurde.

Gescheitert als Unternehmer, Chefredaktor und Alleinherrscher des «Nebelspalters». Ein Millionengrab ohne Resonanz oder Wirkung.

Und auch als Publizist muss er ständig seine Fehlanalysen öffentlich richtigstellen. Denn er darf aus Gründen der Ausgewogenheit in der «SonntagsZeitung» eine Kolumne bespielen. Offensichtlich wird das von der eher woken Redaktion toleriert, weil sich Somm dort immer wieder lächerlich macht. Indem er Versager wie Amherd oder Keller-Sutter über den grünen Klee lobt

Nicht nur dort. In seinem «Memo» forderte er schon mal die Bombardierung Moskaus. Lobhudelt die zaristische Diktatur, um die leninsche Revolution runtermachen zu können. Er ist in unverbrüchlicher Solidarität der israelischen Regierung und ihren Kriegsverbrechen zugetan («das sind die Guten»). Ein paar zehntausend zivile Opfer? Das sind für ihn lediglich «Kollateralschäden». Eigentlich wollte ZACKBUM nach diesen widerlichen Ausfällen die Berichterstattung über Somm einstellen.

Aber auch die besten Vorsätze sind dazu da, gebrochen zu werden. Denn was andere geschützt durch das Berufsgeheimnis im stillen Kämmerlein auf der Couch ausleben, das tut Somm weiterhin öffentlich: sich selbst zerfleischen. Sich an seiner linken Vergangenheit abarbeiten. Denn es gibt wirklich nichts Schlimmeres als Renegaten, die an sich selbst leiden.

Dafür verwendet er gerne einen pseudomartialischen Tonfall, als ehemaliger Armeegegner: «Kaum gerät die Schweiz unter Beschuss einer ausländischen Macht, drehen die Schweizer Journalisten die Artillerie um und schiessen auf die eigenen Truppen.» Alles Defätisten, Diversanten, Fünfte Kolonne, Vaterlandsverräter. Die wollten doch alle nur das eine: «Waren 700 Jahre nicht genug? Die Schweiz soll sich bitte auflösen.»

Absurd, aber nur die Einleitung für einen Schnelldurchgang durch die jüngere Geschichte. Jüdische Gelder in Schweizer Banktresoren? «Ich gehörte damals auch zu den Anti-Patrioten.» Anflugregime Kloten und Prügel für Bundesrat Leuenberger? «Ich gehörte ebenfalls zu den Kritikern».

Was geht dieser Journaille ab? «Warum ein Land ohne Helden verteidigen? Fragen sich jene, die nichts mehr zu fürchten scheinen, als die Liebe zum eigenen Land

Der deutsche Bundespräsident Gustav Heinemann antwortete auf die Frage, ob er Deutschland liebe: «Ich liebe meine Frau.» Aber solche Zitate sind dem studierten Historiker Somm nicht geläufig.

Schlimmer ist: er kritisiert die wichtigste Aufgabe der Medien: zu hinterfragen, zu bezweifeln, zu kritisieren. Er wirft ihnen tatsächlich vor, auf die «eigenen Truppen zu schiessen», als ginge es bei politischen Auseinandersetzungen um Kriegshandlungen. Wer kritisiert, wolle, dass sich sich die Schweiz auflöse. Wer kritisiert, sei ein «Anti-Patriot». Jemand, der sein Land nicht liebe.

Bevor ZACKBUM die Berichterstattung wieder einstellt: wieso schützt die SoZ Somm nicht vor sich selbst? Und schenkt ihm ein Moleskine, auf dessen ersten Seite Somm schreiben kann:

«Mein liebes Tagebuch, dir vertraue ich meine innersten Zweifel und meine Selbstzerfleischung an. Denn siehe, ich war in meiner Jugend ein ganz Schlimmer, und daran habe ich bis heute zu tragen.»

 

7 Kommentare
  1. René Küng
    René Küng sagte:

    und zum Wumms: war eine gute Idee von Ihnen, Somm links, oder wo auch immer, ruhen zu lassen.
    Der erledigt, wie konstatiert, sich sowieso selber.
    Es gibt so viele und Vieles, was täglich Schaden an uns Allen anrichtet, der Nebel sommt still dahin.

    Antworten
  2. Lukas Casutt
    Lukas Casutt sagte:

    Sie arbeiten sich nicht weniger mühsam an den phösen Genozid-Israelis ab als Somm an seiner linken Vergangenheit und seinem In-Vaters-Schatten-Stehen.

    Aber zugegebenermassen können Sie besser schreiben als er.

    Antworten
      • René Küng
        René Küng sagte:

        Herr Bitterli, Komm ent ta toren Kri ti ker,
        ist’s ok mit dem ReimRüttMus?
        Wieso müssen Sie sich immer wie Oberstudienrat Bitterli aufführen,
        wollen Sie àtupri eine eigene Krätze-Kategorie, für sich allein?

        Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert