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Grenzen

13. Juli 2025/9 Kommentare/in Allgemein/von René Zeyer

Ist es schlimm, wenn die offene Debatte stirbt?

Israelische Kriegsverbrechen. Heikel, von Antisemitismuskeulen umstellt.

Klimawandel. Heikel, schnell ist man ein Klimaleugner, obwohl das ein selten bescheuerter Ausdruck ist.

Alles, was mit rund 165 verschiedenen Gendern zu tun hat. Schnell ist man ein Sexist und Gegner der Inklusion.

AfD in  Deutschland. Wenn die CDU ihre Programmpunkte übernimmt, ist das gut. Wer das Original dafür lobt, ist ein rechtsradikaler, angebräunter Hetzer.

Und die Grünen. Ist das nicht die opportunistischste, wendehalsigste, für Posten und Machterhalt alle Prinzipien aufgebende Partei, seit dem Zweiten Weltkrieg? Aber immer der moralische Zeigefinger in der Luft.

Asylanten und Immigranten. Wer darauf hinweist, dass sich Europa (und die Schweiz) damit gröbere Probleme geschaffen haben, ist ein Fremdenfeind, ach was, ein Rassist.

Ausufernder Sozialstaat, nicht länger bezahlbare Renten. Sozialdarwinist, hat kein Verständnis für die Armen und Bedürftigen. Wobei doch die Armut, trotz allen Anstrengungen, immer weiter zunimmt, gerade in der reichen Schweiz.

Wer zwischen Trump und Putin nur graduelle Unterschiede sieht, setzt sich gleich zwischen alle Stühle.

Unbezahlbare Schuldentürme der wichtigsten industrialisierten Länder, der geniale Täuschungsbegriff vom Sondervermögen. Schwarzseher, das wird alles durch ein gesteigertes BIP weggeputzt. Oder durch Zölle.

Die Corona-Krise, an der sich dank unfähigen Regierungen Pharmakonzerne und sogar zwei Maskenkids in der Schweiz dumm und krumm verdienten. Allgemeine Aufrüstung, Waffenhersteller auf der ganzen Welt können ihr Glück nicht fassen. Wohl ein Systemkritiker, der so was sagt, hat doch keine Ahnung.

Der Iran wird angeführt von fundamentalistischen Ayatollen; der Bevölkerung kann man nur wünschen, dass die hinweggefegt werden. Saudi-Arabien wird angeführt von einem fundamentalistischen Wahnsinnigen, der auch mal einen Oppositionellen in Einzelteile zerlegen lässt und seit Jahren einen schmutzigen Krieg im Jemen führt.

Moment, Iran ist Bestandteil der Achse des Bösen und der Terrorunterstützer, Saudi-Arabien ist ein Verbündeter des Westens.

Russland ist korrupt und wird autoritär regiert, eine einigermassen freie Presse gibt es nicht. Die Ukraine ist korrupt, wird autoritär regiert und eine einigermassen freie Presse gibt es nicht. Moment, die Russkis sind die Bösen, die Ukrainer die Guten.

Deutschland kennt Informationsfreiheit, aber Sender wie Russia Today oder Sputnik dürfen dort, wie in der ganzen EU, nicht empfangen werden. Will das völlig legale Internetradio Kontrafunk einen Bootsausflug auf dem Bodensee machen, können das linksradikale, gewaltbereite Chaoten verhindern. Keiner protestiert, niemand nimmt Notiz.

Man könnte die Beispiele ad libitum fortsetzen.

Was haben sie alle gemeinsam? Offensichtlich hat das dank Internet unendlich ausufernde Angebot an Informationen nicht dazu geführt, dass die breite Masse, die öffentliche Meinung qualitativ zugelegt hätte. Sich aufgrund leicht und für jeden erhältlicher Fakten, Analysen, Darstellungen eine eigen Meinung bilden möchte.

Im Gegenteil. Es wird immer einfacher, Etiketten anzukleben und durch ständige Wiederholung in die Köpfe zu hämmern. Statt den Kopf dazu zu benützen, wozu er eigentlich da ist, geben sich die meisten damit zufrieden, auf solch einfache und übersichtliche Art die Welt ordnen zu können.

Dass sich immer wieder herausstellt, dass es so einfach eben nicht ist, das vermag keinen Irrgläubigen zu irritieren, der zu wissen meint.

Ist die israelische Armee vielleicht doch nicht ein Hort von guten Friedensbringern? Sind die Werte der USA vielleicht doch nicht segensreich für die ganze Welt? Könnte es wirklich sein, dass die überwältigende Mehrheit aller Staaten die Sanktionen gegen Russland nicht mitträgt? Sind afrikanische Staaten nicht Opfer der Kolonialzeit und postkolonialer Ausbeutung? Sondern werden von ihren eigenen korrupten Diktatorenclans ausgebeutet?

Ging es dem durchschnittlichen Libyer unter Gaddafi, dem durchschnittlichen Iraker unter Hussein, nicht etwa besser als heute, nach der Befreiung von diesen grausamen Diktatoren?

Wer all das liest und ein wenig über diese Fragen nachdenkt, gehört heute bereits zu den happy few, die unter Umständen tatsächlich bereit sind, sich auf die anstrengende Tätigkeit einzulassen, die Welt und die Wirklichkeit verstehen zu wollen.

Schlagworte: AfD, CDU, Denkverbote, Gaddafi, Grenzen, Grüne, Hussein, Iran, Israel, Putin, Russia Today, Russland, Trump, Ukraine
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https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2025/07/Bildschirmfoto-2025-07-12-um-16.28.59.png 934 1908 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2025-07-13 05:00:512025-07-12 16:50:50Grenzen
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9 Kommentare
  1. Gilbert
    Gilbert sagte:
    14. Juli 2025 um 18:33

    Ich bins noch mal, wegen dem Layout. Auch das Datum und der Name: Kaum zu lesen. Vielleicht mal einen Grafiker zu Rate ziehen, wegen Kontrast und so.
    Grüsse
    Schibu

    Antworten
    • A. Zurbuch
      A. Zurbuch sagte:
      15. Juli 2025 um 6:53

      Layout wird überschätzt, Inhalt unterschätzt.

      Antworten
  2. Guido Kirschke
    Guido Kirschke sagte:
    13. Juli 2025 um 12:23

    Ich zähle mich zu den Happy-few, welche Zackbum lesen und geniessen können.

    Antworten
    • A. Zurbuch
      A. Zurbuch sagte:
      15. Juli 2025 um 6:57

      Also ich finde die Artikel meist kein Genuss. Sie sind ein Graus, aber das liegt nicht am Autor sondern an den Inhalten.

      Antworten
  3. C.Rickenbacher
    C.Rickenbacher sagte:
    13. Juli 2025 um 12:14

    Wieder andere geben sich vordergründig als Tolerant, weil sie zu feige sind Stellung zu beziehen.
    Um eine Debatte zu führen braucht es eine gewisse Allgemeinbildung und sollte Argumentieren können. Das lässt sich halt nicht per Google herunterladen. Es ist halt einfacher sich in den Social Media unter seinesgleichen aufzuhalten. Dazu sind viele bequem, wohlstandsverblödet und lassen sich gerne das Denken abnehmen…

    Antworten
    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:
      13. Juli 2025 um 15:08

      „Um eine Debatte zu führen braucht es eine gewisse Allgemeinbildung und sollte Argumentieren können.“ Und wer ist nun das „es“, das da Argumentieren [sic!] können sollte? Eines mit einer gewissen Allgemeinbildung offenbar dann doch nicht. Zumindest nicht in kohärenter Satzbildung.

      Antworten
  4. K. Meyer
    K. Meyer sagte:
    13. Juli 2025 um 10:49

    Interessant ist ja, dass die Einteilung in einfachste Freund/Feind-Pauschalen fast ausschliesslich von der linken, also besonders toleranzaffinen Seite bedient werden. Da wimmelt es im Vokabular nur so von Leugnern, Schwurblern, Verstehern, Intoleranten, Phoben, Ewiggestrigen und Bildungsfernen. Aber man ist ja liberal, inkludierend und weltoffen.

    Antworten
  5. H.R. Füglistaler
    H.R. Füglistaler sagte:
    13. Juli 2025 um 10:34

    Besser könnte man es nicht ausdrücken!
    Die Minderheit darf sich keinesfalls unterkriegen lassen.
    Weiter so!

    Antworten
  6. René Küng
    René Küng sagte:
    13. Juli 2025 um 10:29

    Das mit den ‚afrikanischen clans‘ macht inzwischen auch in den USA und der EU, auf gutschweizerbünzli-Art, hei.lich, auch in der Schweiz Schule 😉
    Süd-Amerika, indonesien, Philippinen und und und lassen grüßen.
    Nur den Russen geht’s seit P wieder deutlich besser,
    weg muss der.

    Antworten

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