Die Bachelorette gibt Fersengeld
Aufatmen bei den Grünliberalen. Ein Problem weniger.
Aus kommunikativer Sicht macht die Bachelorette der Politik alles völlig richtig. Sie haut eine Provokation raus. Absichtlich und bewusst, lässt sich dabei fotografieren und postet es. Blöd gelaufen, der Shitstorm war dann doch etwas grösser als gedacht.
Im Nachhinein war es eine klare Fehlentscheidung der PR-Bude Farner, sie daraufhin zu feuern. Denn sie hat unbestreitbar Talent. Viel besser kann man einen solchen Fehler danach nicht abfedern.
Phase eins: Kopf runter, schweigen. Nur düstere Andeutungen machen, wie einen das alles mitnimmt und wie furchtbar mit einem umgegangen wird. Dazu noch das Triggerwort Polizeischutz in den Raum stellen. Und dann abwarten und Tee trinken.
Schliesslich das tränenschwangere Exklusivinterview in der auflagenstärksten Wochenendzeitung der Schweiz. Wohl mit klaren Abmachungen, was gefragt werden darf und was nicht. Die Erinnerung an den toten Bruder, niedriger geht’s nimmer. Danach wieder das Wasser testen, wie schaut’s so aus? Ein paar markige Sätze sagen; in der Politik bleiben, grünliberal bleiben, sich nicht unterkriegen lassen. Präsident fordert Austritt, Parteiausschlussverfahren unterwegs, eine ganze Sektion von Operation Libero verabschiedet sich, weil sich die Bachelorette nicht verabschieden will? Aussitzen, wieder schweigen.
Sich mal kurz im Gemeinderat der Halböffentlichkeit zeigen, mutige Sünderin spielen, die zum Opfer wurde. Perfekt.
Wieder die Wassertemperatur messen. Und feststellen: die kommende Anhörung beim Parteiausschlussverfahren würde nicht genügend positive News kreieren. Also nächster PR-Coup: fast zeitgleich die eigenen Partei und die Medien informieren, dass die Bachelorette so nicht weiter bei der GLP politisieren kann.
Schliesslich sei sie in die Politik gegangen, um liberale und demokratische Werte, mitgestalten, Blabla. Aber: «Dies ist bei der GLP nicht mehr möglich». Ui, was für eine Partei. Nicht etwa die Bachelorette, nein, die Partei hat liberale und demokratische Werte aufgegeben. Also nehmt das.
Wunderbar auch, dass ausser dieser Medienmitteilung wieder mal «kein Kommentar» gilt. Was ist mit ihrem Posten als Gemeinderätin? Kann sie auch dort keine liberale und demokratische Werte mehr verteidigen? Oder aufrecht als Einzelkämpferin weitermachen? Woanders unterkriechen? Bleibt zurzeit ihr Geheimnis. Ach, und Operation Libero? Auf der lastet sie immer noch; als Co-Präsidentin zusammen mit Stefan Manser-Egli. Ihre grossartig angekündigte «Europa-Initiative» hängt in den Seilen, der ganze Verein hat deutlich an Wirkung und Schlagkraft eingebüsst, seitdem sie am Gerät ist.
Aber hier hat sie Solidarität erfahren, was anderen Mitgliedern der Operation so sauer aufstiess, dass sie gleich den Verein en bloc verliessen.
Aber auch diese Taktik ist PR-mässig erste Liga. Einen raushauen, Fragen offenlassen, wieder abtauchen. Um dann mit entsprechender Verzögerung nachlegen zu können. Denn der Kampf um Aufmerksamkeit ist heute mörderisch. Aber wer schafft es denn sonst mit einer Null-Message auf über 120 Treffer in der Mediendatenbank?
Da müsste Farner über den eigenen Schatten springen und dieses PR-Talent wieder einstellen. Vielleicht mit ein paar Guidelines im neuen Arbeitsvertrag.











Für die ihr treu ergebenen links-grün-liberalen Dumpfbacken ist sie schon fast etwas wie eine Heilige (Ironie des Schicksals). Ihre Fanboys, z.B. in der Tagi-Leserschaft, sind schon wieder ganz verzückt von ihrem wunderbaren Tun.
Aaah, langsam melden sich die misogynen Nachtreter!
Aber, Rober Müller, verraten Sie doch einem Nicht-Tagileser und Nicht-Fanboy woher Sie wissen, dass Dumpfbacken existieren, die „schon wieder“ „ganz verzückt“ sind vom „wunderbaren Tun“ der Ameti? Sie sehen Fanboys auf den Strassen ekstatisch und halbnackt tanzen? Sind das denn jeweils viele? Dies im Lichte der Tatsache, dass die Ameti in aller Regel ziemlich medioker nicht gewählt wird.
Und sind Sie sicher, dass Sie zu den links-grünen Dumpfbacken auch noch das Adjektiv „liberal“ setzen wollen? Sie bekennen sich zum autoritären Staat? Aber das tun doch sonst nur Dumpfbacken!
Ach Bitterli. Ihr wirres, pseudo-prosaisches Gestammel in allen Ehren aber bleiben sie bei aller Götterverehrung für Frau Ameti doch bei den Tatsachen. Ein Blick in die Kommentarspalte des Tagi genügt. Nackt tanzende Fanboys (köstlich, hahaha) habe ich tatsächlich noch keine gesehen. Aufgeregte Kommentare eines solchen auf diesem Portal allerdings schon.
@Bitterli
Wer Frau Ameti kritisiert ist ist also ein Frauenhasser. Ein ziemlich einfaches Weltbild, welches Sie hier zusammenpflastern. Sie enttäuschen mich.
Meyer, Sie zu enttäuschen ist doch gerade mein Endziel.
Freut mich, Bitterli. Der Weg ist das Ziel.
Libero braucht dringend eine Notoperation!
Geehrter Herr Zeyer
Sorry, aber ich teile Ihre Meinung nicht. Frau Ameti hat so ziemlich alles falsch und stümperhaft gemacht. Sie provozierte bewusst und verhielt sich respektlos. Danach suhlte sie sich in der ausgesuchten Opfer Rolle. Es ist alles sehr durchschaubar. Längerfristig hat sie sich alles zerstört, was es zu erledigen gibt. Beruflich, wie auch politisch liegt da nicht einmal mehr ein Knochen vor. Es ist traurig mit anzusehen, wie sich eine intelligente Frau, die erforderliche Glaubwürdigkeit zerstört hat. Wenn man sich vor Augen führt, dass sie politisch nichts erreicht hat, ist das Ganze sehr befremdlich.
LG Petra Hartmann
@Petra Hartmann; na jetzt übertreiben sie mal nicht. Wenn Ameti andere politische Ansichten vertreten würde, könnte ich mir sogar vorstellen, Sie zu wählen.
Frage, ist eine Frau, die sich so verhält, wirklich intelligent? Nur so, von wegen «(. . . ) wie sich eine intelligente Frau (. . .)».
Intelligent, ist bekanntlich ein weiter Begriff 😉 wie erwähnt ist alles durchschaubar. Es ist offensichtlich, dass es vor dem Austritt, mit den Grünen und der Mitte zu Absprachen gekommen ist. Ich wette eine Flasche guten Wein, dass sie bei den Grünen aufgenommen wird.
Gewissr Frauen lieben es, mit Männern oder auch der Presse, zu spielen! Solange jung, hübsch, provokativ und etwas unanständig, klappt es immer. Siehe Beispiel! Selbstverständlich sagt das alles nichts über den Charakter oder Gehalt einer Person aus…
Man kann nur hoffen, dass die völlig wertebefreite Dame weiterhin bei der Operation Libero mitwirkt, so dass diese stetig weiter in die Bedeutungslosigkeit sinkt, und irgendwann ganz verschwindet. Niemand wird sie vermissen, weder die Organisation noch ihre schillernde Protagonistin.