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20. November 2024/5 Kommentare/in Allgemein/von redaktion@zackbum.ch

„Finanz und Wirtschaft“-Story zu UBS und heiklen China-Deals ausradiert. Und wieder da.

Von Lukas Hässig*

Das Wirtschaftsblatt löschte letzte Woche langen Artikel über Grossbank-Connections in China nach 1 Stunde. Die Bank hatte interveniert.

Hat die UBS-Spitze der „Finanz und Wirtschaft“ (FuW) schwere Konsequenzen angemahnt? Die Spitze nicht, aber der oberste Schweizer Medienmann im Finanzkonzern respektive dessen Team.

Die griffen sofort zum Hörer, nachdem die bekannte Wirtschaftszeitung letzte Woche eine „heisse“ Story zu UBS-Connections in China ins Netz gestellt hatte.

Und dann nach nur einer Stunde wieder offline stellte. Bei Anklicken landet man jetzt auf der Homepage www.fuw.ch/. Dort stand heute früh ein Interview mit zwei Fondsmanagern.

„UBS betreibt heikle Geschäfte mit sanktionierten Militärkonzernen in China“,

hatten die Redaktoren des Blatts, das zur Tamedia von Verleger Pietro Supino gehört, am späteren Freitag Nachmittag getitelt.

Die Bank zähle zusammen mit ihren „Joint Ventures“ zu „den grössten Investoren von chinesischen Rüstungskonzernen auf der US-Sanktionsliste“, stand in der Legende.

In der Zusammenfassung schrieb die FuW, dass die von Amerika belangten Firmen „unter anderem Militärgüter für Chinas Armee“ herstellen würden.

Dies wiederum würde bei „Fachleuten“ Alarmlampen zum Leuchten bringen; sie warnten „vor erheblichen Reputationsrisiken und möglichen Sekundärsanktionen für UBS“.

Die Bank wird wiedergegeben mit dem eigenen Standpunkt, wonach „die Investitionen (…) rechtmässig“ seien und die US-Vorschriften „erfüllen“ würden.

Die FuW-Story habe „mehrere grobe Schnitzer“ gehabt, sagt eine Quelle auf dem Bankenplatz. „Die Chefetage des Medienhauses hat dann von sich aus entscheiden, die Story im Online zu entfernen.“

Im Print erschien sie am Samstag ebenfalls nicht.

Ein Sprecher der UBS reagierte gestern Abend nicht auf eine Anfrage. Ein Email an den Chefredaktor der FuW ebenfalls von gestern Abend blieb bisher unbeantwortet.

Die UBS zählt zu den Banken, die in Asien einen starken zweiten Heimmarkt aufgebaut haben. In China schafften es die Schweizer mittels Joint Venture früh, eine Konzession zu erhalten.

Suche bringt Anriss weiterhin – doch Klick führt in Sackgasse (Google)

Das Gleiche hatte die CS erreicht. Vereinigt unter einem Dach ist die UBS zu einem Player im Reich der Mitte geworden.

Das könnte den USA ein Dorn im Auge sein. Warum der Artikel aber bei Ermotti und Co. für rote Köpfe gesorgt haben soll, ist nicht einleuchtend.

PS: und am Abend des 18. November war der Artikel dann plötzlich wieder da:


*Der Artikel von Lukas Hässig erschien zuerst auf dem Finanzblog «Inside Paradeplatz». Mit freundlicher Genehmigung.

Schlagworte: Artikel, China, FuW, gelöscht, Geschäfte mit China, Pietro Supino, Sanktionen, Sergio Ermotti, Tamedia, UBS
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5 Kommentare
  1. DK
    DK sagte:
    20. November 2024 um 7:31

    Und heute ist der Artikel auf der Frontseite (!) der gedruckten FuW. Könnte man ja auch erwähnen.

    Antworten
    • Peter Bitterli
      Peter Bitterli sagte:
      20. November 2024 um 9:04

      Ja, Lukas Hässig war auch schon deutlich besser und brisanter. Oder, im Hässig-Stil: „Hässig schon besser.“

      Antworten
      • Irgendeiner
        Irgendeiner sagte:
        22. November 2024 um 8:48

        Echt bitter dass der Bitterli alles und jedes runtermachen muss.
        Hat er sonst nix Gescheites zu tun?

        Antworten
        • Felix Abt
          Felix Abt sagte:
          22. November 2024 um 14:00

          LOL. Der dünnhäutige Bitterli ist gut im Austeilen, schlecht im Einstecken. Jeder, der es wagt, ihn zu kritisieren, bekommt seinen ganzen Zorn zu spüren. Passen Sie auf, was auf Sie zukommt 😉

          Antworten
          • Irgendeiner
            Irgendeiner sagte:
            25. November 2024 um 11:10

            Nix ist nicht passiert 😉

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