Dichtung und Wahrheit

Tamara Funiciello ist eine Schande für die Frauenbewegung.

Die SP-Nationalrätin traumatisierte nicht nur sensible Männer mit dem Foto einer BH-Verbrennung. Wo es die Möglichkeit für einen kreischen Auftritt gibt, ist sie zur Stelle. Unlängst in Schaffhausen, wo Funiciello ungeniert und faktenfrei Vorverurteilung betrieb.

Mitmachen in der Hassgruppe um Jolanda Spiess-Hegglin? Warum nicht. Burka-Verbot? Das mittelalterliche Einsperren von Frauen in diesen Ganzkörperpräservativ? Ist Funiciello dafür: «Wir müssen Frauen das Recht lassen, anzuziehen, was sie wollen.»

Nun äussert sie sich im Organ der gehobenen intellektuellen Debatte zur Einführung des revidierten Sexualstrafrechts. Unwidersprochen behauptet sie in «watson»:

Rechnen mit Funiciello. Bei rund 10 Millionen Einwohnern der Schweiz sind etwas mehr als 5 Millionen Frauen (nehmen wir mal Unentschiedene mit). Das wären dann also 2 Millionen Frauen, die «in ihrem eigenen Haus Gewalt erleben». Wahrscheinlich. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass Funiciello korrekte Zahlen verwendet, nur im Promillbereich zu messen.

Stellen wir dagegen die offiziellen (sicherlich männlichen) Zahlen des Bundesamts für Statistik:

«Im Jahr 2023 registrierte die Polizei 19 918 Straftaten im häuslichen Bereich (2022: 19 978). Diese Zahl ist auf einem ähnlichen Niveau wie in den vergangenen vier Jahren (–0,3% im Vergleich zu 2022).
Tätlichkeiten (32%), Drohung (21%), Beschimpfung (19%) sowie einfache Körperverletzung (10%) machen insgesamt 82% aller polizeilich registrierten Straftaten im häuslichen Bereich aus (2022: 83%). Seit 2009 sind diese Werte relativ stabil. Schwere Körperverletzung (Total: 147 Straftaten) und Vergewaltigung (Total: 368 Straftaten) haben im Vergleich zum Vorjahr zugenommen (+19,5% bzw. +19,9%).
Für das Jahr 2023 wurden 11 479 geschädigte Personen polizeilich registriert, davon 70,1% weibliche Personen. Diese Werte sind ähnlich zum Vorjahr (2022: 11 388 geschädigte Personen, davon 70,2% Frauen).»

Nachhilfeunterricht für zahlenschwache Frauen. Insgesamt wurden rund 11’500 geschädigte Personen registriert, davon 70,1 Prozent weiblich. Das wären dann 8’062, aufgerundet. Das sind 0,16 Prozent von allen Frauen in der Schweiz.

Nun machen aber Tätlichkeiten und einfache Körperverletzung 42 Prozent der Straftaten im häuslichen Bereich aus. Davon sind dann also 3’386 Frauen betroffen, was wiederum 0,07 Prozent aller Frauen in der Schweiz sind.

Nehmen wir noch grosszügig eine Dunkelziffer im Faktor 10 dazu, dann wären wir bei 0,7 Prozent. Zwischen dieser realen Zahl und der erfundenen Zahl von Funciello klafft doch ein gewaltiges Gender Gap.

Wer öffentlich solchen Unfug behauptet, schadet der Sache des Feminismus und der Frauenbewegung mehr, als es jeder verbohrte, sexistische Macho könnte. Wem es mit den (berechtigten) Anliegen der Frauenbewegung –zum Beispiel gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder genügend Angebote für Kinderbetreuung – ernst meint, der sollte nicht so ein grosses, stellvertretendes Tamtam um das neue Sexualstrafrecht machen.

Aber seit sich auch in der Schweiz 76 erregte Tamedia-Frauen über unerträglichen Sexismus und Diskrimination am Arbeitsplatz mit erfundenen Beispielen beschwerten, spielen solche Anliegen überhaupt keine Rolle. Eine Schande für die SP, die eigentlich solche Frauenanliegen vertreten sollte.

Die Co-Präsidentin der SP Frauen Schweiz macht nicht nur sich selbst lächerlich, wenn sie mit solchem Unsinn an die Öffentlichkeit geht. Denn wer kann das, was sie sagt oder schreit, noch ernst nehmen?

10 Kommentare
  1. Oliver Brunner
    Oliver Brunner sagte:

    Die Linken im Land lernen bei den «Kolleginnen» im grossen Kanton. Wenn eine Lüge oder Inkompetenz dreist vorgebracht und stets wiederholt wird, glauben sie die «Schafswähler» früher oder später. Da erklärt der «Wirschaftsminister», dass Energie günstiger geworden ist, nur der Strompreis sich vervierfacht habe, dass wer Konkurs ist, nicht pleite ist, sondern einfach kein Geld mehr habe, den Verpflichtungen nachzukommen. Die «Aussenministerin» faselt etwas von Strom im Netz zu speichern etc. etc.

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  2. Manfred
    Manfred sagte:

    Nach etwas Nachdenken habe ich verstanden, dass sich im Zitat «fast 40%» auf das gesamte Leben einer Frau und auf die Vergangenheit bezieht. Daher macht die kleinliche Rechnerei mit der aktuellen Jahresstatistik, die Zackbum hier anstellt, wenig Sinn.
    Es sollte aber bemerkt werden, dass fast 100% aller Männer in ihrem Leben Gewalt erleben – nur vielleicht nicht im Haus ihrer Frau 😉

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  3. Jürg Casanova
    Jürg Casanova sagte:

    Linke verstehen sich als Gute. Und linke Frauen sind – zumindest in ihrer Fantasie – noch guter bzw. besser. Sie glauben in der Tat, dass sich die Realität ihren Überzeugungen zu beugen habe. Wieso die Damen auf dem Bild ihre BHs verbrennen und dann alle unisono ihre Brüste mit der Hand bedecken, weist doch auf ihre zutiefsten Zweifel über ihr Tun hin. Das ideologische Feuerchen auf dem Bild ist alles andere als real, weil die Damen bei einem echten Angst hätten, sich die Finger und anderes zu verbrennen.

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  4. Petra Hartmann
    Petra Hartmann sagte:

    Es stellt sich doch die Frage, weshalb Frau F. nie zur Rechenschaft gezogen wird? Über Jahre, hetzte sie gegen Frau Binswanger mit. Sie verbreitet ohne jeglichen Nachweis an Demos, Vorverurteilungen und hetzt ungeniert gegen Männer. Sie beruft sich auf Zahlen, die nachweislich falsch sind. Das Tabu, dass es auch viele Frauen gibt, die zur Tat schreiten, wird verschwiegen.

    Ich durfte in meiner Tätigkeit viele mutmassliche männliche Opfer begleiten. Kein einziger hat Strafanzeige erstattet. Die Gründe sind vielfältig.

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/186686/Haeusliche-Gewalt-gegen-Maenner-Unbeachtet-und-tabuisiert

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  5. Victor Brunner
    Victor Brunner sagte:

    Tamara Funiciello, Frauenbewegung? Funiciello steht für IHRE Frauen, nicht DIE Frauen, auch wenn sie sich damit «brüstet»* auch schon an Kassen gearbeitet zu haben. Das sie Zahlen nicht versteht oder manipuliert ist dem feministisch/sozialistischen Klassenkampf geschuldet.

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  6. Simon Ronner
    Simon Ronner sagte:

    Kürzlich in der NZZ: «Kantonspolizei rückt 20 Mal täglich wegen häuslicher Gewalt aus».

    Ja, die Zahlen zu Tätlichkeiten, Drohungen, einfachen Körperverletzungen, Beschimpfungen, sexuellen Handlungen mit Kindern, Vergewaltigungen, Gefährdungen des Lebens und schweren Körperverletzungen sind besorgniserregend hoch. Und ja, die Täter sind zumeist männlich. Bloss: Sie heissen praktisch nie Thomas, Urs oder Stefan, sondern häufig Hassan, Ali und Mbongo.

    Doch als verlogene Linke (sorry für den Pleonasmus) schwurbelt Tamara Funiciello auch diesen für sie unangenehmen Fakt so routiniert wie reflexartig weg. Es kann ja schliesslich nicht sein, was nicht sein darf.

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  7. Jacky S
    Jacky S sagte:

    Sind die Linken nicht die besseren Verschwörungstheoretiker und Fakenews-Verbreiter? Genau die Linken, die stetig diese Vorwürfe den Bürgerlichen machen, bedienen sich solcher Propaganda auf dem Rücken der Männer. Das hilft auch nicht der Glaubwürdigkeit seriöser Frauenhilfswerke.

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  8. W.Gloor
    W.Gloor sagte:

    Was Fumicello natürlich geflissentlich verschweigt ist die Tatsache, daß häusliche Gewalt überwiegend in migrantischen Haushalten erfolgt. Die Herkunft der Bewohnerinnen in den Frauenhäusern gäbe Auskunft…

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  9. Jürg Streuli
    Jürg Streuli sagte:

    Tamara Funiciello, Cédric Wermuth und Fabian Molina verkörpern den Absturz der „SP-Elite“ ins geistige Bodenlose. Wer kann solche linke Wichtigtuer überhaupt noch ernst nehmen? Aber stets eine grosse Klappe um in den Medien zu bleiben. Dass die Täter der brutalen Gewalt gegen Frauen häufig aus dem migrantischen Milieu stammen, ist bei den Linken ein absolutes Tabu. Ebenso die häufige Herkunft von Gruppenvergewaltigern und Messerstechern. Die linke Verlogenheit wird von immer mehr Menschen durchschaut. Was überall Wahlen in aller Deutlichkeit zeigen.

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