Wumms: Christian Dorer

Feiger Chefredaktor der «Blick»-Gruppe.

Gerade noch hat Dorer in einem «Statement» verkündet, dass sich der «Blick» von niemandem beeinflussen lasse. Nicht mal von Bundesrat Berset. Geschweige denn von Besitzer Michael Ringier. Und erst recht nicht von CEO Mark Walder. Noch viel weniger von «Blick»-CEO Ladina Heimgartner, obwohl er mit der zusammen eine Mitteilung verfasste, völlig unbeeinflusst, versteht sich.

Selten so gelacht. Nun zeigt Dorer in einem «Blickpunkt», von wem er sich sonst nicht beeinflussen lässt. Unter dem harschen Titel «Feige Schweiz» behauptet er, die Einhaltung Schweizer Gesetze durch die Schweizer Regierung sei «ein schwerer Fehler». So formuliert er’s nicht ganz, dafür so: «Dass unser Land nicht direkt Waffen an die Ukraine liefert, kann man vielleicht halbwegs verstehen». Vielleicht, halbwegs?

Völlig unverständlich für Dorer ist allerdings, dass sich die Schweiz auch mit dem Verbot der Lieferung Schweizer Waffen durch Drittländer an ihre Gesetze hält.

Dann vergreift sich Dorer völlig im Ton und im Vergleich:

«Im Zweiten Weltkrieg forderten gewisse Politiker die Übernahme nazifreundlicher Gesetze. Andere wollten braune Uni-Rektoren und Chefredaktoren einsetzen, um die Nazi-Nachbarn zu beschwichtigen. Die Situation heute erinnert entfernt daran.»

Wie bitte? Ist dem Mann in Davos eine Dachlawine aufs Haupt gedonnert?

Da behaupte doch Bundesrat Cassis in Davos, zum Unmut Dorers: «Wir sind ein neutrales Land und müssen den Neutralitätsgesetzen gehorchen.» Das findet Dorer nun richtig falsch. Völlig unbeeinflusst von der Meinung des Ringier-Hausgespensts Frank A Meyer; die graue Eminenz hatte nämlich völlig verpeilt geschrieben: «Wer der Ukraine militärisch nicht zu Hilfe eilt, obwohl er es könnte, der eilt Putin zu Hilfe

Andersrum wird ein Schuh draus: Wer die Schweizer Regierung auffordert, Schweizer Gesetze zu brechen und die Neutralität aufzugeben, der zeigt damit ein Rechtsverständnis wie Putin. Der eilt seiner Auffassung zu Hilfe, dass die westliche Demokratie dekadent und deren Rechtsstaat für den Arsch sei.

Auch das hätte Dorer natürlich unbeeinflusst von niemandem schreiben können. Nur getraut hat er sich nicht.

9 KOMMENTARE
  1. Karl Wild
    Karl Wild says:

    „Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen.“ (Erich Maria Remarque).

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    • Beo B. Achter
      Beo B. Achter says:

      Es geht noch schlimmer – . . bis ich herausfand, dass Grüne (D) die den Militärdienst verweigern wie z.B. der Brunzkartler Toni zu den grössten Kriegstreibern zählen.

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  2. peter weilharter
    peter weilharter says:

    … aber wenn’s doch seine ureigenste Meinung ist dass die Gesetze, na sagen wir mal, ein wenig gebogen gehören? Dann hat er sich vor niemandem gebeugt. Er sucht einem Lichtreiser an schattigem Grund ähnlich. verzweifelt die Sonne. Finden solche Bäume tatsächlich eine Lücke in der Krone sind es dann wiederum die ersten die, da nicht gerade gewachsen, als erste bei Beanspruchung fallen. Das gibt Platz in der Krone und wenn alles gut geht kräftigen starken Nachwuchs. Braucht hald alles seine Zeit.

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  3. Niklaus Fehr
    Niklaus Fehr says:

    Als ich diesen Blickpunkt mitten in der Nacht las bin ich erschrocken. Da muss irgend so ein Gespenst sein, das das Zeug freischaltet wenn alle schlafen. Dorer stellt die Neutralität in Frage, will den Krieg in der Ukraine mit Waffen anheizen und verteidigt Frank A. Meyer. Das WEF scheint ihm nicht gut getan zu haben. Seit er neben dem Mann vom MI6 sass, fühlt er sich anscheinend berufen, in das Weltgeschehen einzugreifen. Man kann nicht alles auf einmal falsch machen – aber man kann es versuchen. Jetzt wo Marc angeschlagen ist springt er mutig in die Bresche.

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  4. Jürg Streuli
    Jürg Streuli says:

    Nach der Corona-Schande überrascht es nicht, dass sich der Blick auch zum publizistischen Kriegstreiber im Ukraine-Krieg gemacht hat. Noch übertroffen von der deutschen Presse, herrscht eine Hetze gegen Russland, welche an den braunen „Stürmer“ gemahnt. Der korrupte zum Messias mutierte Selenskyj haut mit dem Vorschlaghammer auf die schwachen westlichen Regierungen, um ständig noch mehr Waffen für die weitere Eskalation zu bekommen. Nur noch wenige gewichtige Stimmen wie von Sahra Wagenknecht warnen vor der unkontrollierbaren Eskalation in einen grossen Vernichtungskrieg. So hat es schon immer begonnen. Aber diesmal könnte es zum letzten Mal sein.

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  5. René Küng
    René Küng says:

    Kann man auch anders sehen, ungewollt mal etwas ‹Wahrheit› geschrieben:
    – wenn du heutzutage nicht feige bist, bist du den Job los.
    – wieso Gesetze einhalten, wenn sogar wichtige Pfeiler der Verfassung geschleift werden,
    VON der Regierung, unter Gebrüll der Medien.
    – braune Verpetzer, Diffamierer, orwellsche Verdreher: «Die Situation heute erinnert entfernt daran.»
    Sehr!

    Feige* Schweiz? Feige* Medien? Feiger* Dorer?
    Passt doch wunderbar, flächendeckend.

    * steht nicht für Kriegsministerinnen & Co die bald besser krieghetzen als als alte, weisse Männer.
    Sondern für *verlogen*, das Wort, das zusammen mit feige den Zeitgeist ‹en voke› am besten spiegelt.
    Um nicht dauernd die Frage nach menschlicher ‹Dummheit› zu strapazieren.

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