Wumms: Marc Brupbacher

Der Amok von der Werdstrasse rempelt jeden und alles an.

Man fragt sich, wann Marc Brupbacher noch Zeit findet, seinem Broterwerb als zurückgestufter «Co-Leiter Daten und Interaktiv Redaktion Tamedia» nachzugehen. Dabei möchte er eher «Dr. Strange als Dr. Long Covid» sein. Was immer er uns damit sagen will. Das mit strange schafft er locker.

Harmlos ist er noch, wenn er der NZZ eine reinhaut: «Die NZZ fällt auf manipulative Anti-Vaxx-Propaganda von Peter Doshi rein.» Gut, dass er das gemerkt hat.

Ziemlich wild wird er allerdings, wenn er sich für die Frauen ins Zeug legt: «Über 120 Jahre haben auf nationaler Ebene bei Abstimmungen nur Männer entschieden. Da können sie doch auch einmal schweigen. Frauen machen 51% der Bevölkerung aus und sie wollen die Erhöhung nicht.» Allerdings lässt er die Frage unbeantwortet, wieso dann die Frauenmehrheit die Erhöhung des AHV-Alters nicht einfach an der Urne bodigt. Ob das wohl daran liegen mag, dass laut Umfragen immerhin 41 Prozent aller Frauen für die Erhöhung stimmen wollen?

Gänzlich unbeantwortet lässt Kampffeminist Brupbacher allerdings die Frage, wie sich hier Non-Binäre, Diverse oder Transsexuelle positionieren.

Vorher hatte er seine übliche Betriebstemperatur erreicht und Männer, die für die Erhöhung des AHV-Alters stimmen, mal kurz als «Lumpen» beschimpft.

Dann musste er eine schöpferische Pause einlegen; es ist halt anstrengend, Tag und Nacht die Welt retten zu müssen: «Muss hier zumachen, muss schlafen. Viele sind mit Tweet nicht einverstanden, er sei undemokratisch. Geht mir nicht um Abstimmungsverbot. Geht um klaren Willen der Frauen, die höheres Rentenalter ablehnen, Männer sollten es akzeptieren und leer einlegen. Auch das ist Demokratie.»

Vielleicht hat dann Supino mal wieder ein ernstes Wort mit ihm gesprochen, jedenfalls kriecht er offenbar ausgeschlafen zu Kreuze: «Ich nehme AHV-Tweet zurück: Wer als Mann abstimmt über höheres Rentenalter für Frauen, ist KEIN Lump. Ich entschuldige mich für Beleidigung der Stimmwilligen. Ich hoffe aber, dass Männer Umfragen, die zeigen, dass Frauen Vorlage deutlich ablehnen, bei Entscheid berücksichtigen

Aber das geht ihm natürlich nur schwer runter, also muss er nachtreten: «Bürgerliche, die mir erklären, dass ich Demokratie nicht verstehe. Meinen die diese Demokratie, von der in der Schweiz Frauen 120 Jahre lang ausgeschlossen waren? Oder jene, in der die 25% Ausländer:innen nicht partizipieren dürfen

Und nachnachmopsen: «Oder jene, in der Jugendliche immer noch nicht wählen und abstimmen dürfen, obwohl es doch um ihre Zukunft geht

Aber er findet immer wieder zu seinem Lieblingsthema zurück: «So viele krank um mich herum, teilweise nach 2 Wo. nicht zurück. Ein Termin nach dem anderen platzt (für mich sehr wichtige zurzeit). Habe Verständnis, ist aber auch anstrengend. Leute tragen aber selbst bei engsten Platzverhältnissen mit Hustenden keine Maske mehr.»

Aber mal im Ernst, liebe Tamedia; wird das wirklich geduldet, dass ein leitender Redaktor ständig durchrastet und vom Bundesrat bis zum Stimmbürger alle übel beschimpft, die nicht seiner Meinung sind? Der gehört doch nicht in eine Redaktion, sondern in eine Therapiegruppe …

5 KOMMENTARE
  1. Kurt Bächler
    Kurt Bächler says:

    Der Tagi ist eben inzwischen tatsächlich so etwas wie eine Frauenzeitschrift. Die graben teils haarsträubende Studien aus, um irgend einen Punkt zu machen, nach dem niemand gefragt hat. Kürzlich wollten sie einen tatsächlich weismachen, der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern betrage 40%!
    Der hysterischen Emotionalität Brupbachers zufolge, glaube die ihr Zeug tatsächlich selber…

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  2. G. Scheidt
    G. Scheidt says:

    Notabene beschimpft Marc Brupbacher die Befürworter der Reform AHV 21 als «Lump», den Bundesrat als «völlig übergeschnappt» und BR Maurer als «Flacherdler» im Namen der «Redaktion Tamedia», die er in seiner Twitter-Bio aufführt.
    Ich hatte Supino und Rutishauser bereits bei seinen ersten Ausfällen angefragt, ob diese Äusserungen dem Tamedia Code of Conduct für ihre Mitarbeiter auf Social Media entsprächen. Da sie nicht geantwortet haben, gehe ich mit Fug davon aus, dass sie dieses Verhalten dulden.

    Wie mir von Direktbetroffenen in der Tamedia Redaktion mitgeteilt wurde, verhält sich Marc Brupbacher gegenüber Arbeitskollegen ebenso wie gegenüber den Regierungsmitgliedern. Manche Tamedia-Mitarbeiter fühlen sich wegen ihm in ihrer Arbeit eingeschränkt.
    Ich persönlich würde nicht mit Leuten zusammenarbeiten wollen, die sich so in der Öffentlichkeit verhalten wie Marc Brupbacher auf Twitter. Denn es liegt in der Natur einer Persönlichkeit, dass man primitives Verhalten nicht einfach ablegen kann.

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    • Victor Brunner
      Victor Brunner says:

      Ein Unternehmen mit Anspruch hätte diesen Typen längst gefeuert! TAmedia nicht, da ist die Messlatte nicht hoch. Nur Kevin musste gehen, Brupbacher darf bleiben, obwohl er Hunderttausene Männer, wie den BR aufs Übelste beleidigt hat. Das akzeptieren Supino und der Hausdoktor.

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  3. Victor Brunner
    Victor Brunner says:

    Marc Brupbacher ist ein primitiver Mensch. Verarbeitet Zahlen ohne Prüfung, tobt auf Twitter, Homebase der Permanentpubertierenden rum. Er war nicht fähig Zahlen des BAG zu prüfen, er ist nicht einmal in der Lage seinen eigenen Schwachsinn zu hinterfragen. TAmedia muss ihm dringend einen Beistand geben und seine Arbeiten einer stringenten Qualitätskontrolle unterziehen.

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