Wumms: Pascal Hollenstein

Inzwischen hat die publizistische Leiter nach unten den Journalismus verlassen. Gut so.

Sein Wirken als Büttel für Jolanda Spiess-Hegglin dürfte eine wesentliche Rolle bei seinem abrupten Abgang von der zweitobersten Position im Reiche Wanner, also bei CH Media, gespielt haben.

Nach längerem Suchen wurde ein warmes Plätzchen für ihn gefunden. Pech hat das Bundesamt für Umwelt. Er wird Leiter Kommunikation. Mal schauen, wie weit diese Leiter nach unten führen wird.

Sozusagen als Restanz aus seiner unglücklichen journalistischen Tätigkeit hat nun noch der Presserat Pascal Hollenstein eine Rüge übergebraten. Wäre er noch im Amt, wäre er wohl der einzige publizistische Leiter der Schweiz, dessen Vorbildfunktion von einem Tadel überschattet würde.

So ist die Entscheidung nur noch eine Randnotiz für einen Gescheiterten. In seinem steten Bemühen, JSH so strahlend wie möglich und ihre Kritiker so hässlich wie möglich darzustellen, ging er in einer Polemik zu weit. In der Auseinandersetzung um die mögliche Publikation eines Buchs der Tagi-Journalistin Michèle Binswanger, bei der JSH einige Pyrrhussiege erzielte, behauptete Hollenstein nassforsch: «Es stehe der «Verdacht im Raum», dass Arthur Rutishauser und Binswanger ««den Gerichten als auch der Öffentlichkeit gegenüber unwahre Angaben» gemacht haben», wie der Presserat zusammenfasst.

Der Kernpunkt der unanständigen Unterstellung Hollensteins: «Wie aus der Beschwerde Spiess-Hegglins hervorgeht, steht dabei der Verdacht im Raum, dass die Tamedia-Seite sowohl den Gerichten als auch der Öffentlichkeit gegenüber unwahre Angaben gemacht hat.»

Ein starkes Stück, bei solchen massiven Anrempeleien weiss eigentlich jeder Journalist, ausser, er ist publizistischer Leiter, dass die so Angepinkelten die Möglichkeit zur Stellungnahme erhalten müssten.

Dazu sagt der Presserat das Nötige:

«Vor Gericht die Unwahrheit zu sagen ist im Moral- und Rechtsverständnis einer durchschnittlichen Leserin oder eines Lesers zweifellos ein gravierendes Fehlverhalten. Dass der «Verdacht» dazu im Raum steht, ist ein schwerer Vorwurf.»

Daher sei es selbstverständlich, dass die Betroffenen angehört werden müssen.

Dadurch hätte es aber sein können, dass diese flotte Rempelei nicht veröffentlicht worden wäre. Und das fand Hollenstein, auf seinem Feldzug für JSH, natürlich gar nicht gut. Also verzichtete er darauf. Das brachte ihm nun diese Rüge sozusagen post mortem ein. Es ist zu hoffen, dass dieses Urteil des Presserats seinen Beitrag dazu leistet, dass Hollenstein nie mehr in den Journalismus zurückkehrt.

4 KOMMENTARE
  1. Konfuzius
    Konfuzius says:

    Dass mit Hollenstein ein weiterer medialer Steigbügelhalter das immer weiter bröckelnde Umfeld von JSH verlassen musste, ändert am Verhalten der linken Feministin rein gar nichts. Sie reicht weiterhin Anzeigen um Anzeigen ein, um ihren Frust wegen vieler verlorener Schlachten vor Gericht und dem Streichen der Subventionen mit solchen unnützen Aktionen etwas zu lindern.

    Was ich aber bis heute nicht verstehe: Das Bundesgericht hat schon anfangs Mai 2022 entschieden, dass das Buch von Michèle Binswanger über die Zuger Landammannfeier erscheinen darf. Auch weitere Klagen der unfähigen Anwältin Zulauf beim EGMR und dem Basler Kantonsgericht wurden abgeschmettert. Und wo ist das Buch? Bessere Werbung als ein positiver Urteilsspruch der obersten Justiz kann es ja nicht geben. Ein Nichterscheinen wäre leider ein weiterer Triumpf für Jolanda Spiess. Dann hätte sich ihr immenser finanzieller Aufwand am Ende ja doch gelohnt. Noch heute ist mir sowieso unerklärlich, wovor sie überhaupt Angst hat. Das Buch wäre ja sicher kein Schlüssellochroman, denn nur die zwei Protagonisten waren wirklich dabei. Und alle Fakten zu dieser «Zuger Sexaffäre» wurden medial schon mehrfach durchgekaut.

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  2. Victor Brunner
    Victor Brunner says:

    Hollenstein, Leiter Kommunikation beim Bundesamt für Umwelt? Bei CH Media waren die Ansprüche nicht hoch, trotzdem wurde er entsorgt und kommt bei Sommaruga unter. Ist es der linke Filz, das Amt eine soziale Rentensicherungsstelle oder ist der Schwafli die richtige Wahl? Unsinn verzapfen, hetzen. Ärgerlich die SteuerzahlerInnen müssen diesen Looser noch ein paar Jahre alimentieren!

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  3. Beat Morf
    Beat Morf says:

    Mir wäre lieber Hollenstein würde noch bei irgendeinem schwachsinnigen Medium seine Unfähigkeit weiter unter Beweis stellen, denn dieses Medium kann ich ignorieren. Aber jetzt finanziere ich mit meinem Steuergeld einen Idioten mit Beamtenlohn und Diäten mehr.

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  4. G. Scheidt
    G. Scheidt says:

    Notabene: Der Bruchpilot Hansi Voigt eilt dem Bruchpiloten Pascal Hollenstein auf Twitter zu Hilfe.
    Hansi sieht nicht das allergeringste Problem darin, wenn Hollenstein „nicht extra nochmal angerufen hat um explizit von Michele Binswanger zu hoeren, was sie seit Jahren taeglich und ueberall muendlich und schriftlich behauptet.“

    Deutlicher kann man dem Journalistenkodex den Mittelfinger nicht zeigen. Vielleicht ist Hansi Voigt aber auch nur intellektuell überfordert, Ziffer 3 (Anhörung bei schweren Vorwürfen) der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» zu verstehen.

    So oder so, tertium non datur, ein weiteres Zeugnis seiner Inkompetenz, falls noch jemand eines solchen bedarf.

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