Die Sommerloch-Serie

Wir wollen nicht werten. Aber all das hier ist wertlos.

Natürlich kann man mal ein schlankes l auslassen. Korrektorat war früher, heute haut der «Bick» einfach schnell mal einen raus. Und auch nachher schaut kein Schwein drauf …

«20 Minuten» wandelt auf den Spuren von «watson», und das ist nie eine gute Idee. Wollen wir einen solchen Fehler kennenlernen?

Lust auf weitere Fehler? Dachten wir uns doch. Schliesslich hatte hier «watson» schon vorgeputzt:

Wenn der böse Satz «geschrieben wie mit der Klosettbürste» mal passt, dann hier.

Aber steigern wir das Niveau, wandeln wir nun in den Gefilden der Diplomatie. Dezente Gesten, wohltemperierte Worte, verbindlich-unverbindliches Geplauder, ja keine Emotionen oder Ruppigkeiten. Oder so:

Hä? Nachdem Alice Schwarzer, Alexander Kluge und andere mit einem offenen Brief an den deutschen Bundeskanzler Scholz vorgelegt hatten (er wurde inzwischen von über 300’000 Menschen unterzeichnet), kamen nun andere Intellektuelle auf die Idee, sich auch zusammenzutun und öffentlich zu äussern. Sie fordern im Wesentlichen, dass die Kriegshandlungen durch Verhandlungen beendet werden sollen. Wie illusionär oder wie realistisch das ist, sei dahingestellt.

Das erregte aber das höchste Missfallen des ukrainischen Botschafters in Deutschland, der schon zuvor mit sehr undiplomatischen Äusserungen auffiel. Aber hier übertrifft Andrij Melnyk sich selbst. «Defätistische Ratschläge», «zum Teufel scheren», und als diplomatische Höchstleistung «what a bunch of pseudo-intellectual loosers».  Wohltuend, dass der Intellekt des Botschafters nicht mal für die korrekte Beherrschung der Diplomatensprache Englisch ausreicht. Oder war das eine Spitze gegen den Chefredaktor Looser von «20 Minuten»?

Verwunderlich, wieso Deutschland diesen Amok nicht schon längst zur persona non grata erklärt hat.

 

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