Ein Spätberufener

Frank A. Meyer gendert. Auch das noch.

Der Vor- und Nachdenker des Hauses Ringier knöpft sich in seiner aktuellen Kolumne Aline Trede vor, Fraktionschefin der Grünen im Bundeshaus: «drittens forderte sie einst einen Spritpreis von fünf Franken pro Liter und musste die betrübliche Erfahrung machen, dass dies «nicht mehrheitsfähig» ist.»

Meyer verteidigt hier freie Fahrt für freie Bürger; als passionierter Jaguarfahrer will er dieses Grundrecht nicht infrage stellen lassen. Und überhaupt: «Was stellen sich die grünen Giftspritzer gegen das genialste Gefährt der Gegenwart ihrerseits eigentlich vor

Aber all das verblasst etwas hinter dem ersten Wort dieses Satzes: «Arbeiter*innen können damit rasch die Kinder zur Schule fahren, wenn sie diese noch nicht dem Weg zum Tram oder der Fahrt im Tram anvertrauen wollen.»

Abgesehen davon, dass es schon fast rührend altmodisch ist, von Arbeitern zu schreiben, ist es erschreckend neudeutsch, von «Arbeiter*innen» zu berichten.

Wurde denn nicht schon genug, ausführlich, mit Engelszungen oder polemisch, sprachlich, linguistisch, logisch und mit allen dem Verstand gegebenen Mitteln erklärt, dass das Gender-Sternchen des Teufels ist? Eine unnötige, zwecklose, wirkungslose Vergewaltigung der deutschen Sprache, die sich dagegen leider nicht wehren kann?

Gerade hat doch die NZZaS mal wieder in einem fulminanten Kommentar das Nötige dazu gesagt. Und nun kommt Meyer:

Falsch. Entweder die Bundesratenden. Oder Bundesrat*in. Wenigstens BundesrätIn. Nur so geht das dann mit den Arbeiter*innen in Ordnung. Ein wenig Konsequenz muss auch im Alter sein.

 

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