Geistvolle Sonntagsblätter

Diesmal legen wir in der Auswahl nur ein Kriterium an: geistvoll.

Zugegeben, beim «Sonntagsblick» wird das schnell schwierig. Denn schon auf dem Cover überraschte das Pfingstblatt mit dieser Erkenntnis:

Eine nobelpreisverdächtige Prognose.

Aber Bundesrat und SoBli können noch einen drauflegen:

Dann muss der SoBli allerdings alleine weitermachen:

Und als Absackerchen noch das Wort zum Pfingstsonntag des intellektuellen Schwergewichts Frank A. Meyer: «Das bedrängte Land braucht Raketen, Flugzeuge, Panzer und Munition. Jetzt!» Ob wir Meyer noch beim Beladen von Munitionszügen beobachten dürfen?

ZACKBUM räumt ein: diesmal war’s bei der «SonntagsZeitung» eine Mission impossible. Geistreich? Schwierig, aber dem Ingeniör ist nichts zu schwör:

Alles ist relativ, und dann ist das geistreich. Wie das hier auch:

Und das:

Schliesslich das:

Gut, das unterscheidet Schimpansen noch nicht von Journalisten.

Eigentlich müsste hier nun noch eine Würdigung der NZZaS kommen. Aber was eigentlich nie passieren kann, ist hier geschehen. ZACKBUM hat es (fast) die Sprache verschlagen.

Das ist wohl auch besser so, denn unterhalb von diskussionslos mit Strafen belegten Verbalinjurien könnte man dieses Stück nicht beschreiben. Wer meint, Journalismus hätte alle Barrieren nach unten, ins Geschmacklose, Unanständige, Widerwärtige schon längst durchbrochen, wir hier eines Schlechteren belehrt. «watson» rüpelt mit dem Wort «Geschichtsporno» in Serie. Wir überlassen es der Fantasie des Lesers, für dies hier den richtigen Begriff zu finden.

2 KOMMENTARE
  1. Ernest M.
    Ernest M. says:

    In Sachen «watson» mit dem Wort «Geschichtsporno»:
    Wir überlassen es der Fantasie des Lesers, für – das obige Aufmacherbild – den richtigen Begriff zu finden.
    Endlich konnte ich eine Verbindung zur heutigen Medienkritik herstellen…

    Antworten
  2. Rolf Karrer
    Rolf Karrer says:

    Heute im Tagesanzeiger ein interessantes aufschlussreiches Interview mit dem damaligen russischen Aussenminister Andrei Kosyrew. Der jetzt 71-Jährige war von 1990 bis 1996 Aussenminister (in der Zeit von Boris Jelzin,) und sass kurz im russischen Parlament. Der jetzige Aussenminister Sergei Lawrow war damals sein Stellvertreter (seinen Mappenträger).

    Alle verklärte Putinromantiker bekommen hier eine ziemlich andere Sicht vorgestellt. Alles plausibel.

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