Klatsche für Claudia Blumer

Strafanzeige gegen ZACKBUM zum zweiten Mal abgeschmettert.

Vor fast genau einem Jahr reichte die ehemalige Tagi-Journalistin Claudia Blumer eine Strafanzeige wegen angeblichen Ehrverletzungsdelikten gegen ZACKBUM-Redaktor René Zeyer ein.

Sie lässt sich dabei von der Koryphäe Reno Guzzi anwaltlich vertreten. Allerdings ist der ähnlich erfolgreich wie seine Kollegin Rena Zulauf. Zunächst nahm die Staatsanwaltschaft mit ausführlicher Begründung keine Strafuntersuchung auf: Nichtanhandnahmeverfügung. Keine ausreichenden Anhaltspunkte für ein Strafdelikt erkennbar.

Normalerweise lässt man es dann. Ausser, man hat zu viel Geld; dann erhebt man Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich. Gegen deren Amtskollegen von der Staatsanwaltschaft … Blumer liess Beschwerde erheben. Deshalb kassierte ihr Anwalt – Analogien sind auch hier rein zufällig – zunächst mehrere Nasenstüber vom Gericht:

«Eine Beschwerde ist begründet einzureichen. … Ein pauschaler Verweis auf andere Rechtsschriften oder die Akten hat auch im vorliegenden Verfahren unbeachtet zu bleiben.»

Klatsch, klatsch.

Auf 12 Seiten zerreisst dann das Obergericht die Behauptungen der Klägerin in der Luft; es ist in den beanstandeten Artikeln keinerlei Ehrverletzungsdelikt zu erkennen: «Ein gewisses Mass an Kritik muss möglich sein und – insbesondere im beruflichen Kontext – hingenommen werden.»

Klatsch.

«Die Beschwerde wird abgewiesen, die Gerichtsgebühr auf Fr. 1600.- festgelegt, der Beschwerdeführerin auferlegt.»

Tschakata.

Die auch bei «20 Minuten» zurückgetretene Journalistin hat noch die Möglichkeit, vor dem Bundesgericht eine nächste Klatsche abzuholen. Das pflegt auch RA Zulauf für ihre Mandantin zu tun.

Welche Kosten hier insgesamt bereits entstanden sind – auch RA Guzzi ist nicht billig –, man wagt es sich nicht vorzustellen.

6 KOMMENTARE
  1. Victor Brunner
    Victor Brunner says:

    Passt doch, eine Journalistin die meint man dürfe sie und ihre Storys nicht kritisieren, ein Anwalt der nicht weiss wie eine Klageschrift zu formulieren ist. Wenn sich Abgehobene und beschränkt kompetente Rechtsvertreter treffen haben Richter leichtes Spiel.

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