Auf ein Foto mit …

… Wolodymyr Selenskij. Aber nur echt in Olivgrün.

Der deutsche Bundeskanzler antwortete auf die Frage, wieso er denn noch nicht nach Kiew gereist sei, dass es nicht seine Art sei, für einen Fototermin schnell rein und wieder auszureisen. Dafür bezog Olaf Scholz von deutschen Kriegsgurgeln kräftig Prügel. Denn kaum ein Politiker hat es inzwischen ausgelassen, mit einem gemeinsamen Foto mit dem ukrainischen Präsidenten ein Zeichen zu setzen.

Flinten-Uschi in Schäkerlaune …

Manchmal vor Blingbling und in herrschaftlichem Ambiente, aber gerne auch im Freien vor Ruinenlandschaften, wobei die schusssichere Weste sich auch immer sehr gut macht. Oder man lässt das:

Boris schützt sich mit seiner Krawatte.

Auch Doppelbesuche sind möglich; hier gleich der US-Verteidigungs- und der Aussenminister:

US-Aussenminister Blinken lächelt rechts in die Kamera.

Natürlich darf auch die finnische Ministerpräsidentin nicht fehlen:

Endlich ein Besuch, der nur ein Mü grösser ist: Finnlands Marin.

Fotografisch anspruchsvoll: der deutsche CDU-Chef Merz.

Entlarvend: Mit NR-Präsidentin Kälin.

Aber, es ist nicht so, dass jeder dahergelaufene Politiker eine Audienz und einen Fototermin bekommt. So wurde der deutsche Bundespräsident Steinmeier kurzerhand ausgeladen, als der einen Besuch ankündigte. Und auch die grüne Aussenministerin Baerbock kam (noch) nicht zu dem begehrten Shooting. Dafür zeigte sie, was martialische Verkleidung ist:

Helm, Mundschutz, Brustpanzerung, weibliche Begleitung: Baerbock.

Denn eine solche Reise ohne gute Fotos ist ja rausgeschmissenes Geld. Gut, mit Fototermin gilt das auch, aber Politiker sind eitle Menschen und denken ab und zu an die Zeit nach dem Politikerdasein. Dann müssen die Memoiren her, und so ein Treffen unter Lebensgefahr mit dem ukrainischen Heldenpräsidenten, da lässt sich aus ein paar gewechselten Sätzen locker ein Kapitel basteln:

Als ich mich unter Lebensgefahr mit Selenskij traf. Darin kann endlich weltexklusiv der Inhalt des Gesprächs wiedergegeben werden: «Hello, Mr. President, nice to meet you.» – «Nice to meet you too. Could you stand by me and smile into this camera? Thanks a lot.» – «I would like to bring you the warm greetings of my people. We admire you and wish you …» — «Oh yes, thanks, take care, I have to fight a war here, you know? Bye-bye.»

2 KOMMENTARE
  1. Dave V.
    Dave V. says:

    Vielleicht kann man ein Treffen bald im reisebüro buchen inkl. Zugfahrt nach Kiew, Foto mit Selenzki, Plauderminütchen, olivgrünes Souvenier-T-Shirt. Das Geld fliesst dann natürlich in die Tasche von Panama-Papers-Selenzki… Ähh nein, natürlich zur Armee für Waffenkäufe.

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    • Klaus Traub
      Klaus Traub says:

      Nach Kiew kommen Sie mit Flixbus von Berlin aus für keine 90€, wenn Sie wollen (https://tinyurl.com/2p8ab6pc). Ohne Reisebüro. Für ein Treffen mit dem Comedian, fragen Sie nach der VIP-Lounge in den angesagten Clubs der Stadt. Wenn Ihre Nase die vielen Linien aushält

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