Russentag auf ZACKBUM

Putzt es doch selbst!

Das Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht gibt es seit 1899. Es erinnert an Kampfhandlungen aus dem Jahre 1799. Der Bundesrat hatte ein aufmerksames Auge auf seine Errichtung, damit die Inschrift auch mit der Schweizer Neutralität vereinbar sei.

Nun haben weder General Suworow, noch der Initiator Fürst Sergei Galitzin in irgend einer Form mit dem heutigen russischen Regime zu tun. Trotzdem wurde das Denkmal Opfer eines Farbanschlags. Aufgrund der gewählten Farbbeutel handelt es sich zweifellos um die Tat von Ukraine-Sympathisanten.

Über Sinn und Zweck kann man trefflich streiten. Aber: natürlich regte sich die russische Botschaft in der Schweiz fürchterlich auf und forderte die Bestrafung der Schuldigen sowie die Beseitigung des Schadens.

Trotz Zeugenaufrufen und anderen detektivischen Höchstleistungen ist es aber der Urner Polizei bislang nicht gelungen, die Vandalen dingfest zu machen. Und mit der Forderung nach Reinigung wurde die Botschaft von der Eidgenossenschaft an den Kanton Uri weitergereicht. Dessen Regierung beschied nun allerdings die erregten Russen, dass sie den Dreck selber wegmachen müssen.

Denn: Das Gelände war 1893 vom Besitzer, dem Korporationsrat Urseren, dem Russischen Kaiserreich unentgeltlich abgetreten worden. Daher ist der russische Staat, vertreten durch seine Botschaft, Besitzer der 563 m². Das bleibt wohl auch so, da dass Denkmal bislang auf keiner Sanktionsliste aufgetaucht ist. Daher ist der Besitzer selbst für die Reinigung zuständig und müsse für die Kosten aufkommen, meinen die Urner. Zum Wunsch der Botschaft nach besserer Bewachung liegt allerdings keine Antwort vor.

3 KOMMENTARE
  1. Victor Brunner
    Victor Brunner says:

    Die Russen fordern Bestrafung! Gut zu wissen, kommt jetzt Putin vor Gericht weil er einen Krieg angefangen hat? Die Russen selber putzen. Die Ukrainer müssen auch selber aufräumen und putzen!

    Antworten
  2. Dave V.
    Dave V. says:

    Interessanter Artikel und amüsant. Und trotzdem beängstigend, wie jetzt plötzlich ahnungslose Vorfahren zur Zielscheibe einer Russophobie werden.
    In der UKR sollen RUS Bücher von Pasternak, Dostojewski etc. verb(r)annt werden! Die haben nicht einmal mehr die Chance sich vom Krieg zu distanzieren! Wo führt diese Verteufelung hin?
    Die Linken Sozis konnten bis zum 23.05.22 sogar mit Patriotismus nichts anfangen und heute sind es die grössten Nationalisten geworden! Sie bejubeln einen «Helden» (ein Mann im sauberen T-Shirt der im Bunker sitzt, grosse Reden schwingt und das Leben der Anderen opfert, wie auch Putin) und verteufeln alles Russische. Schreien nach Waffenlieferungen, die totale Isolation von RUS, Enteignung sogar von RUS Privateigentum ohne Gerichtsverfahren etc. Die Linken scheinen gerade eben zu Nationalsozialisten zu mutieren. Das ist beängstigend!
    Hier braut sich eine unheilige Allianz von Rechts- und Linksnationalisten zusammen. Man kann wirklich nur hoffen, dass dieser Krieg bald zu Ende geht, sonst weiss ich nicht wo der Wahn enden wird.

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Möchten Sie an der Debatte teilnehmen?
Ihre Meinung interessiert. Beachten Sie die Kleiderordnung dabei.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.