Kohle aus Katar

Zeichen und Wunder. Blocher TV reagiert auf ZACKBUM.

Wir amüsierten uns mehrfach darüber, dass Christoph Blocher in der Ewig-Soap «Blocher TV» zweimal unwiderprochen behauptete, der grüne deutsche Vizekanzler sei nach Katar gegangen, um dort Kohle einzukaufen.

Beim ersten Mal gab’s noch Leserkritik, dass man da nicht so beckmesserisch sein solle. Als Blocher nachlegte, dass Vizekanzler Habeck in Katar wirklich Kohle kaufen wolle, denn unter der Wüste liegt offenbar lauter Kohle, verstummten die Kritiker.

Der Moment der Wahrheit ab Minute 1.45 …

Nun dauerte es bis zu Folge 768, als Matthias Ackeret bei Minute 1.45 doch tatsächlich eingriff. Er habe «Zuschriften» bekommen, dass Blocher den Kohlebergbau in Katar erwähnt habe, und er, Ackeret, habe das nicht korrigiert, weil es ihm auch nicht aufgefallen sei. Zwei Mal. Ob da vor der Sendung am frühen Morgen schon etwas gezwitschert wird?

Aber gut, nun ist’s so weit. «Da habe ich mich undeutlich ausgedrückt», räumt Blocher ein, denn direkt einen Fehler zugeben, das geht ja nun nicht so schlank von der Hand. Eine Minuten später, nach den üblich weitschweifigen Ausführungen, räumt Blocher dann tatsächlich einen Fehler ein, natürlich sei Habeck nach Katar gegangen wegen – Öl. Und gut, auch wegen Gas. Aber Kohlekraftwerke wolle der Grüne ja auch wieder in Betrieb nehmen.

Schön, dass wir helfen konnten.

4 KOMMENTARE
  1. Leni
    Leni says:

    Jeder mit Hirn war, gerade und besonders während der Coronapandemie und auch jetzt wieder, gut beraten, sich selbst darüber zu informieren, wie Virusinfektionen sich in Hinblick auf die eigene Ansteckung und das Anstecken Anderer verhalten. Dass eine Impfung (oder durchgemachte Infektion) nicht 100% gegen eine Erkrankung und die Möglichkeit, andere anzustecken schützt, gehört zum Grundwissen. Dass sie aber das Risiko minimiert, ist ebenfalls bekannt.
    Dass das Virus andererseits nicht plötzlich seit 1.April freundlicherweise komplett verschwunden sein kann, sollte einem auch klar sein.

    Man muss überhaupt keine Behauptungen widerspruchslos tolerieren. Man musste und muss sich bei seriösen Fachpersonen (in dem genannten Beispiel etwa dem eigenen Hausarzt/ der Hausärztin) informieren und überlegen, wie man sich selbst und Andere schützen und das Pflegepersonal entlasten konnte. Und entscheiden, was man nach oder entgegen deren Rat zu tun oder zu lassen bereit ist und mit den entsprechenden Konsequenzen leben.

    Antworten
  2. Christoph Müller
    Christoph Müller says:

    Jetzt warte ich noch darauf, dass Berset seine vielen falschen Behauptungen/Lügen zum Thema Corona korrigiert. Er hat – um ein gröberes Beispiel herauszupicken – immer wieder behauptet, dass man (vor allem als geimpfte Person) mit dem COVID-Zertifikat zeigen kann, dass man gesund ist. Jeder mit Hirn wusste, dass das eine glatte Lüge war, aber spätestens ab dem Zeitpunkt, als sich Berset (trotz Impfung!) mit SARS-CoV2 infizierte (März 2022), wäre eine Richtigstellung angebracht gewesen. Blocher hat nicht 2 Monate gebraucht, um sich zu korrigieren 😉

    Überhaupt – müssen wir unwahre Behauptungen (und Lügen) widerspruchslos tolerieren, nur weil sie von gewissen Personen im offiziellen Schweizer Fernsehen oder im Pressekonferenz-Stream des BAGs gemacht werden, während eine falsche Aussage von Blocher im Blocher-TV hohe Wellen wirft? Der Unterschied zwischen Kohle und Öl/Gas als Energieträger ist jedenfalls läppisch klein im Vergleich Bersets «gesund» und «krank/ansteckend». Vielleicht hat Blocher auch gemeint, dass der grüne deutsche Vizekanzler «Kohle nach Katar gebracht hat, um Öl/Gas zu kaufen» .

    Die verschiedenen Bedeutungen von Kohle sind im Duden sauber aufgelistet: https://www.duden.de/rechtschreibung/Kohle

    Bei «gesund» und «ansteckend/krank» besteht für uns Durchschnittsmenschen deutlich weniger Potential für Verwirrung…

    Antworten
    • Ludwig Detusch
      Ludwig Detusch says:

      Wahrscheinlich hat Berset zuwenig «Zuschriften» erhalten oder sein Pressereferent ist noch am Sortieren und «Einordnen» dieser Zuschriften. Vielleicht ist aber das Zugeben von Fehlern auch soo pfui populistisch SVP und Blocher, dass ein SP-ler es unmöglich über sein linkes Herz bringt. Nicht ganz irrelevant dürfte auch sein, dass Blochers Fehler völlig konsequenzenlos war – ganz im Gegensatz zu den vielen Fehlern Bersets.

      Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Möchten Sie an der Debatte teilnehmen?
Ihre Meinung interessiert. Beachten Sie die Kleiderordnung dabei.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.