Wumms: Christoph Blocher

765 Folgen umfasst die Langzeit-Satire bereits. Vielleicht ein paar zu viel.

Matthias Ackeret und Christoph Blocher treffen sich zu einem regelmässigen Meinungsaustausch vor der Kamera und meistens vor der beeindruckenden Kunstsammlung des alt Bundesrats und Milliardärs und Vordenkers der SVP.

Meinungsaustausch ist vielleicht nicht die richtige Bezeichnung für «Tele Blocher»; in leicht serviler Haltung gibt Ackeret die Stichworte, auf die dann Blocher mehr oder weniger konzis reagiert. Oftmals auch mit ausladenden Armbewegungen und Sprachübungen.

Die Frage ist allerdings, ob der Moderator den Moderierten nicht vor sich selber schützen sollte. So holt Blocher in Folge 764 gegen die deutschen Grünen aus, die inzwischen wieder für AKW und sogar Kohlekraftwerke seien. Bei Minute 18.05 erfährt man dort von Blocher Erstaunliches.

«Jetzt lese ich, dass der deutsche grüne Vizepräsident nach Katar reist, um dort Kohle zu kaufen. Die haben schon vergessen, dass sie kein CO2 haben wollten

«Bleibt ihnen nichts anderes übrig, Landesinteresse», ergänzt Ackeret hurtig.

Blocher spricht von Kohle, Ackeret macht die Raute.

Es ist ja bekannt, dass Katar auf einem der grössten Kohlevorkommen der Welt sitzt, nur dürftig von einer dünnen Sandschicht bedeckt. Wer das mit Gas verwechselt, ist nicht ganz dicht.

 

5 KOMMENTARE
  1. Ludwig Detusch
    Ludwig Detusch says:

    Ich schaue mir Teleblocher fast immer an, dieser kleine Lapsus ist mir auch aufgefallen. Wer aber einigermassen Bescheid weiss, konnte das Wort Kohle ganz selbständig und sofort mit Erdgas ersetzen. Wer viel spricht sagt halt mal ein falsches Wort. So oder so sind Blochers jeweils 25-minütigen Ansprachen aber immer noch wesentlich interessanter als die ein oder zwei Minuten der vielen politischen Nullen, welche sich anderswo befragen lassen und nichtmal diese kurze Zeit mit Inhalt zu füllen wissen.

    Kurz: Diese Kritik ist äusserst kleinlich und ZackBum nicht würdig. Ansonsten müsste man ja auch hier Jagd auf falsche Wörter oder Schreibfehler machen (die gibt es) und sich daraus dann einen Artikel basteln.

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  2. Christoph Müller
    Christoph Müller says:

    Im Gegensatz zum aktuellen Präsidenten der U.S.A., der nicht einmal mehr in der Lage ist, kurze Texte korrekt von einem Teleprompter abzulesen, spricht Blocher immer noch über längere Zeit frei und weitestgehend kohärent; das ist doch in seinem Alter eine ansprechende Leistung? Wenn Zackbum jeden inkohärenten Schwachsinn kommentieren würde, der in zwangsgebührenfinanzierten Staatssendern von Menschen, die deutlich jünger sind als Blocher, abgesondert wird, dann gäbs wohl täglich mindestens 50 Beiträge 😉

    Hier zum Vergleich Joe Biden, vor ein paar Tagen:
    https://dailyangle.com/articles/biden-s-brain-just-broke-report-charges-and-video-shows-what-happened

    Überhaupt, man muss es Blocher lassen – er war (und ist) seiner Zeit immer wieder weit voraus: Vor sehr langer Zeit, als er Produktionsstätten in China aufbaute (mit Erfolg, darf gesagt werden!), und auch mit Tele-Blocher, das niemand «canceln» kann (und damit gab es auch keinen Grund für Blocher, Twitter zu kaufen ).

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    • Ernest M.
      Ernest M. says:

      Lieber Christoph Müller:
      Bitte keine Kritik an Joe Biden.
      Er ist der Führer der freien Welt.

      (Ironie off)

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  3. Harry Callahan
    Harry Callahan says:

    Schwacher Kommentar: Das ist ein offensichtlicher Versprecher, kann einem 81-Jährigen schon mal passieren. Auf die eigentliche Argumentation wird gar nicht erst eingegangen.

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  4. Jürg Streuli
    Jürg Streuli says:

    Mir gefallen die Gespräche von Matthias Ackeret mit Christoph Blocher. Was Blocher mit seinen breiten Erfahrungen zum aktuellen Zeitgeschehenn zu sagen hat, ist von grossem Interesse. Er hat eine klare Linie für die Schweiz und ist kein Wendehals wie viele Politiker, die ihre Fahne wie jetzt bei der Ukraine in den angesagten Wind hängen. Deshalb bereit sind unsere Neutralität ohne Diskussionen einfach bodigen zu wollen. Natürlich benötigen die Linken mangels geistigen Inhalten stets ihre Feindbilder. Christoph Blocher ist der Lieblingsfeind dieser geistig Verwahrlosten mit ihren Gendersternchen. Das gereicht ihm zur Ehre.

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