Wumms: Marko Kovic

Unser Dauergast auf dem Weg nach unten. Wir begleiten ihn.

Marko Kovic sei «Soziologe und Journalist». Also behauptet er einen gewissen wissenschaftlichen Anspruch plus Handfertigkeiten.

Das äussert sich dann so:

Die «rassistische Fantasie» basierte dann allerdings auf wahren Ereignissen, wie der «Wissenschaftler» Kovic schnell einräumen musste, nachdem ihn ein Journalist darauf aufmerksam gemacht hatte.

«Es darf nicht sein, dass Nigerianer oder Iraker mit ukrainischen Pässen plötzlich 18-jährige Ukrainerinnen vergewaltigen.» Diese Formulierung des SVP-Fraktionschefs Thomas Aeschi im Nationalrat strotzte auch nicht gerade von Intelligenz. Die Anwendung des Plurals und des Indikativs war bescheuert.

Das liess sich aber problemlos durch diesen Soziologen steigern, der einen Shitstorm gegen den SVP-Politiker lostrat, dem sich selbstverständlich die Grünen anschlossen. Sie boykottierten tapfer eine «Arena»-Sendung, um ein Zeichen zu setzen. Denn die grüne NR-Präsidentin Irène Kälin streute Asche auf ihr Haupt, ihn nicht sofort gemassregelt zu haben. Sie sei abgelenkt gewesen, «auch Präsidentinnen haben nur beschränkte Multitasking-Fähigkeiten».

Diese Scharte machte dann Fraktionschefin Aline Trede wieder wett – keine Teilnahme an der «Arena» mit dem «Rassisten» Aeschi. Dieses Zeichen wurde von Moderator Sandro Brotz tapfer aufgenommen, der seinerseits den SVP-Nationalrat auf den Grill legte.

Was lernen wir daraus? War’s absichtliche Provokation oder unabsichtlicher Ausrutscher: diese Formulierung Aeschis war daneben. Von einem «Soziologen und Journalisten» müsste man ein Mü mehr Recherche erwarten, bevor der einen Shitstorm lostritt. Während eine Grüne einen Blackout hatte, setzt die nächste mutig ein Zeichen in Form der Debattenverweigerung.

Da soll sich noch einer wundern, dass das Image von Wissenschaft und Politik nur noch vom Journalismus unterboten wird.

4 KOMMENTARE
  1. Victor Brunner
    Victor Brunner says:

    Von Aeschi ist man sich rassistische, dumme und grenzwärtige Aussagen gewohnt. Immerhin schafft er Beschäftigung. Die grüne NR-Präsidentin Irène Kälin wird in Zukunft besser aufpassen wenn Aeschi oder andere Rechte ans Mikrofon treten, Aline Trede kann ihren unverständlichen nur dem Eigenmarketing und der Diskussionsverweigerung geschuldeten Standpunkt weiter erklären. GrossInquisitor Brotz kann sich weiter auf Kosten Zwangsgebührenzahler-Innen aufplustern (er muss weg, er kann den Job nicht, er ist «neutraler» Moderator und nicht moralische Instanz). Michele Binsanger ist aus dem Wochenende zurück (ist im TA «job enrichement»-Programm und schreibt über alles) und schreibt über den «Moderator auf Abwegen» Brotz. Binswanger hat Null Ahnung, das war kein Abweg, das ist Standard beim linkslastigen Wappler TV, das sich langsam aber sicher an die Wand fährt.

    Ist doch schön wie sich die Polit- und Medienblase am durchgeknallten Aeschi aufgeilt! Der jubelt, einmal mehr bei der extremen Rechten gepunktet!

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  2. Spargeltarzan
    Spargeltarzan says:

    Seit Sandro Brotz die ARENA moderiert, kann ich die Sendung nicht mehr schauen. Es ist unerträglich, wie er immer wiederkehrend, selbstherllich gegen Exponenten der CVP, FDP und SVP hetzt. Es sollte eine Petition beim SRF eingereicht werden, dass dieser politisch befangene Moderator entlassen wird.

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  3. Jürg Streuli
    Jürg Streuli says:

    Für mich sind ein Marko Koviv, eine Aline Trede sowie Irene Kälin und ganz besonders Sandro Brotz die Verkörperung von Heuchelei und Verlogenheit. Künstliche Empörungen falls ideologisch genehm dienen diesen Typen für neue Publicity und Egotrips. Bis von den Linken die nächste Sau durchs Dorf gejagt wird. Eine Aline Trede hatte sich sogar erblödet, dem verstorbenen Stapi Tschäppät vorzuwerfen, dieser habe ihr die Hand aufs Knie gelegt. Brachte halt schon wieder ein bisschen mehr Publicity. Weshalb jedoch empören sich die linken Heuchler nicht über das grausame Schicksal von Julian Assange? Er sitzt in einem englischen Gefängnis in Einelhaft. Falls er an die USA ausgeliefert würde, so droht ihm dort die Todesstrafe. Für die Torturen von Assange seit Jahren hat genügt, dass er Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt und dokumentiert hat. Das ist für die linken Heuchler jedoch nicht von Interesse. Selektiv sind heute einzig russische Verbrechen zur Empörung gefragt. Denn für die heutigen Linken sind die Amis die Lieben und Guten. Solche geistigen Verwirrungen lassen sich der protestierenden Jugend der 1960er Jahre im Rückblick wahrlich nicht vorwerfen!

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  4. Tim Meier
    Tim Meier says:

    Der Soziologe könnte sich zur Abwechslung mal mit folgenden Fragen beschäftigen.
    – gibt’s neben den Weissrussen auch Schwarzukrainer?
    – wieso können die Schwarzukrainer das Land verlassen während ihre weissen Landsleute zwischen 18 und 60 an die Front abkommandiert werden?
    Die zweimal Nachgerückte hat wieder mal ein «Zeichen gesetzt». Nutzwert: Null.
    Und Brotz bleibt Brotz. Plumper Erziehungsjournalismus. Mehr ist nicht. Hier hat er mal einen klassischen «Zusammenschiss» gefasst: https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/ueli-maurer-verliert-in-der-rundschau-die-beherrschung/story/19222275. Wäre wieder mal fällig.

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