Wumms: Philipp Löpfe

Der Mann ist verwirrt. ZACKBUM ist besorgt.

Löpfe eiert durch die Geschichte und erinnert an Ungarn 1956 und Tschechoslowakei 1968: «Damals waren Linke und Rechte vereint, ein paar Alt-Stalinisten bei der völlig irrelevanten kommunistischen Partei PDA ausgenommen. Doch bald eroberten die Konservativen die Hoheit über den Luftraum der Debatte. Wer es wagte, die Schweiz zu kritisieren, bekam postwendend das Angebot für ein Ticket nach «Moskau einfach».»

Mit PDA meint er übrigens PdA, die Partei der Arbeit.

Hä?

Diesmal hielten sich «die Linken» allerdings zurück, währenddessen: «Die Rechtspopulisten hingegen gehen in die Offensive und küssen Putins Ring

Hä?

«Seit Jahrzehnten singen SVP und «Weltwoche» aus dem gleichen Gesangsbuch wie die amerikanischen Republikaner und Fox News. So kopierten Blocher und seine Mannen einst den «Vertrag mit Amerika» und Köppel versucht sich täglich mit mässigem Erfolg als Tucker-Carlson-Kopie

Hä?

«Dass Putin seine Rede in grossen Teilen von Hitler abgeschrieben hat, der vor dem Einmarsch in die Tschechoslowakei praktisch identisch argumentiert hat, dürfte Trump kaum bekannt sein.»

Hä?

«Wahrscheinlich heissen nicht alle SVP-Mitglieder Köppels peinlichen Kniefall vor dem russischen Präsidenten gut. Doch vorläufig kann Putin einen wichtigen Sieg an der Propaganda-Front verbuchen

Hä?

Sicher, man darf «watson» eigentlich nur bei seinen Listicals einigermassen ernst nehmen. Aber hier überschreitet Löpfe eindeutig die Grenze zur Verwirrtheit und erobert ein Gebiet des Nonsens nach dem anderen. Oder ist das sein Beitrag zu den närrischen Tagen?

7 KOMMENTARE
  1. Hans von Atzigen
    Hans von Atzigen says:

    Ohne Zweifel Geschichte wiederholt sich.
    NUR sehr sehr selten eins zu eins.
    Sie wiederholt sich in jeweils neuem Gewand in anderer Ausführung.
    Jedes Spiel wird mit den gleichen Karten, jedoch anders gemischten und zusammengestellt ausgetragen. Nicht nur Schach auch Jassen ist ein Strategiespiel.
    2.Jahre „Pandemie» haben gezeigt die CH—Medien sind nur noch peinlich lächerlich.
    Ob die jetzt in Sache aktueller Ereignisse plötzlich „weise» kompetent, wahrhaftig, ehrlich, geworden sind? Hmmm wer es glaubt wird selig.
    Die jüngeren haben naturgegeben ein Problem, heisst es fehlt der Persönlich erlebte Abgleich-Filter mit einem selbst erlebten Zeitfenster der Geschichte.
    Da sind die älteren im Vorteil jedoch nur, soweit sie jeweils mit der Zeit und den Ereignissen interessiert und bewusst mitgegangen sind und sich weiterentwickelten.
    Die Rolle der Medien im Vorfeld von Kriegen ein Thema für sich.
    Mediale Kindersoldaten in den Redaktionsstuben (zumindest teilweise eine naturgegebene Sache) Streber und Aufschneider.
    Ob dabei etwas gescheites herauskommt, wohl eher weniger.
    Wünsche allen ein gutes etwas besinnliches erkenntnisreiches Wochenende.

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  2. Simon Ronner
    Simon Ronner says:

    «Hä?» bezüglich Löpfe wirkt spätestens nach Ihrem üblen gestrigen Beitrag gegen Köppel («Halte ein, lieber Roger») unangebracht. Sie, Herr Zeyer, gleichen sich je länger je mehr denjenigen an, die Sie zu kritisieren vorgeben.

    Bloss «1933» und «Göbbels» haben im gestrigen Framing noch gefehlt. Lassen Sie doch mal den abgehalfterten Löpfe für Zackbum schreiben. Der könnte das nachholen. Ansonsten springt bestimmt der Venetz dafür ein.

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    • René Zeyer
      René Zeyer says:

      Red. Gelbe Karte. Kommentare sollten inhaltlich auf kommentierte Artikel eingehen. Mütchen kühlen, weil man in seiner Gesinnungsblase angestochen wurde, ist erlaubt – aber nur in Grenzen.

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      • Simon Ronner
        Simon Ronner says:

        Gottseidank ist die liberal-konservative Gesinnungsblase ungleich flexibler, durchlässiger und vielfältiger als diejenige, in deren Nazi-Framing praktiziert wird.

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        • Adrian Venetz
          Adrian Venetz says:

          Flexibler, durchlässiger und vielfältiger? Aber das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal! Das geht nun wirklich nicht!

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