Wumms: Kommunikation Tamedia

Medienhäuser sollten vorbildlich kommunizieren. Theoretisch.

Tamedia ist wegen der Entlassung einer Journalisten ins Kreuzfeuer geraten. Vor allem die Tamedia-Hasser von der «Republik» liefen zur Höchstform auf und erzählten eine ganze Hofintrige. Nicht etwa ein verunglücktes Porträt einer Stadtratskandidatin habe den Rausschmiss verursacht, nein, der Journalist habe sich den Zorn von Big Boss Pietro Supino zugezogen; der Pseudo-Co-Chefredaktor Mario Stäuble habe sich bereits vor dem in den Staub werfen müssen.

Interessante Behauptungen, bei der «Republik» tradionell aus «vertrauenswürdigen Quellen» gespeist, die aber leider anonym bleiben müssen. Anlass für ein paar Fragen an die Medienstelle von Tamedia.

Verkniffene Antwort:

«Ich bitte Sie um Verständnis, dass wir uns zu internen Angelegenheiten nicht näher äussern können.»

Schwach, aber okay. Nun ergriff ZACKBUM die Gelegenheit, sich mal nach dem Stand der Dinge bei der gross angekündigten externen Untersuchung der Vorwürfe von 78 erregten Tamedia-Mitarbeiterinnen zu erkundigen. Ob da nach fast einem Jahr vielleicht mal mit den angekündigten Resultaten zu rechnen sei.

Nun wird’s Slapstick: «Überdies stehen die Fragen 6 und 7 in keinem Zusammenhang zu den restlichen Fragen.»

Das ist scharf und richtig beobachtet. Nur: na und? Hätten wir die deshalb in einem separaten Mail einreichen müssen? Hätte ZACKBUM sich so nochmal die Antwort erobert, dass man sich zu internen Angelegenheiten nicht äussere?

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