Wumms: Andrea Fopp

Verarschen, ohne rot zu werden. Das ist auch eine Kunst.

Andrea Fopp ist «Chefredaktorin» von «bajour». «bajour» ist ein von einer Milliardärin ausgehaltenes Online-Produkt, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit Millionen verröstet. Nach 3 Kisten sollte es flügge werden, wurde es nicht, nun kriegt es nochmal 3 nachgeschmissen, danach wird dann der Stecker rausgezogen. Ein Millionengrab.

Die Webseite sieht nach Kraut und Rüben, allgemeiner Verwilderung und Verwahrlosung aus, die Artikel sind ohne Aktualitätsbezug oder schon selbst uralt. Jegliche Angaben über Leserzahlen, Visitors usw. sind längst von der Webseite verschwunden. Das ist die Realität, die Fopp zu verantworten hat.

«Wir geben jetzt Gas … Service und Mehrwert … digitaler Lokaljournalismus mit Zukunft»,

das ist die Selbstdarstellung auf persoenlich.com. Dass eine reiche Pharma-Erbin die Totgeburt im künstlichen Koma hält, ist für Fopp «transparent unterstützter Journalismus», dass kein einziges Ziel erreicht wurde, nicht der Rede wert. Aber schimpfen, dass angeblich «reiche Investoren … serbelnde Medien aufkaufen und nach ihrem Gusto ausrichten», während sie selbst ein serbelndes Medium verantwortet?

Publikumsverarsche, ohne rot zu werden. Nur existieren, weil man die linke Gesinnungsblase bedient, aber selbst damit nur schlappe 3100 «Member» generiert hat, als solche Zahlen noch behauptet wurden. Dafür in Zahlen 3’000’000 Franken + 3’000’000 verpulvern.

Unfreiwillig gibt es noch einen Schlenker in brüllenden Slapstick. Auf die Frage, wie denn die Leserschaft von «bajour» auf die Ablehnung der Milliarde für notleidende Verlegerclans reagiert habe, sagt Fopp: «Eine Leserin ist sofort Gönnerin geworden

Wäre eigentlich für jeden Menschen mit etwas Anstand und Ehre im Leib ein Grund, ganz leise zu werden, sich zu schämen, in die Ecke zu gehen und den Kopf zu senken. Aber doch nicht Fopp. Wird diese nonchalante Frechheit noch überboten? Sicherlich, durch die völlig unbedarfte und unvorbereitete Interviewerin bei persoenlich.com. Da haben sich vielleicht zwei Fachkräfte gefunden …

 

 

6 KOMMENTARE
  1. Manolito
    Manolito says:

    Dass die Andrea Fopp eine wenig taugliche Journalistin ist, wusste man schon lange («Wir bemühen uns, aus der linken Bubble auszu­brechen»). Bajour wird beerdigt, sobald die Oeri-Millionen nicht mehr fliessen. Und jetzt engagiert man auch noch den überall geschassten Journi Reda El Arbi mit seiner Fäkalsprache und einem halben Dutzend Anzeigen und bereits erledigten Strafverfahren am Hals als Nachwuchsbetreuer. Das spricht ja für das unsägliche Niveau dieses Postals. Und auch der abgehalfterte Hansi Voigt nagt dort noch am Honigtopf. Pacal Hollenstein (gefeuerter Ex-Leiter Publizistik CH Medien) wäre ja auch wieder frei…..

    Antworten
  2. Stephan Dietrich
    Stephan Dietrich says:

    „Relevante, gute Geschichten kann man aber nur liefern, wenn man Journalistinnen und Journalisten hat, und die sind teuer und auch immer seltener zu finden,“ sagt Andrea Fopp im persönlich-Interview. Offenbar ist die Bündnerin in Basel nicht fündig geworden, denn relevante Geschichten sind bajour so selten wie ein Fünfer im Lotto. Auch die Zukunft verspricht nicht viel Gutes: „Ausserdem setzen wir bei bajour voll auf die Ausbildung journalistischen Nachwuchses…“

    Antworten
  3. Didier Venzago
    Didier Venzago says:

    Wahnsinn, jeder Member/Leser wird bei Bajour mit 1000 Stutz subventioniert. Und nochmals 1000 Stutz sollen folgen. Also total 2000 Stutz nur für die richtige Gesinnung ohne Anspruch. Gegenwert praktisch Null, ausser für Foppap und Co. die fürs Nichtstun bezahlt werden. Die Pharmapreise müssen definitiv runter wenn man sich als Pharma-Aktionär:in solche Geldvernichtungsaktionen leisten kann.

    Antworten
  4. Beth Sager
    Beth Sager says:

    Die Journalistin von Persönlich, Maya Janik, scheint mit Andrea Fopp befreundet zu sein. Peinliche Gefälligkeitsszenerie, unfreiwillig offengelegt.

    In fragender Tonlage skizzierte die Chefredaktorin Fopp ihr zukünftiges Programm:

    „Wie biete ich der Bevölkerung einen Mehrwert? Das ist aber auch gut so: Es zwingt uns, unternehmerisch zu denken und publizistisch entsprechend zu handeln. Und das tut dem Journalismus gut“.

    Ganz Basel wird gespannt sein auf das revival.

    Antworten
    • Mario Sacco
      Mario Sacco says:

      Ein Lichtblick. Bajour wird nun definitiv UNTERNEHMERISCH unterwegs sein.

      Am Tropf der Millionärserbin zu sein, wird zukünftig unnötig werden. Chapeau Frau Fopp für ihre Erkenntnisse.

      Antworten
    • Simon Ronner
      Simon Ronner says:

      „Wie biete ich der Bevölkerung einen Mehrwert? Das ist aber auch gut so: Es zwingt uns, unternehmerisch zu denken und publizistisch entsprechend zu handeln.“

      Jesses, das ist ja die hässliche Fratze des Kapitalismus! Jetzt hat diese üble rechtsextreme Ideologie, diese braune Suppe also auch Fopp, Bajour, Basel erwischt.

      Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Möchten Sie an der Debatte teilnehmen?
Ihre Meinung interessiert. Beachten Sie die Kleiderordnung dabei.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.