Wumms: Philipp Loser

Manchmal kann man sich mit einem einzigen Satz selbst abschiessen.

Philipp Loser ist eine Schande für die schreibende Zunft. Von ihm stammt das wohl übelste Stück Konzernjournalismus, das die Schweiz in den letzten Jahren gesehen hat. Er keilte dermassen ruppig gegen einen Konkurrenten von Tamedia, überfuhr dabei sämtliche Stoppschilder und wütete so hemmungslos, dass der Artikel gelöscht werden musste – und sich Tamedia beim Angepinkelten entschuldigte.

Unglaublich, aber wahr: in der Selbsthilfegruppe für Betroffenheitsjournalismus überlebte Loser diesen erfolgreichen Versuch, das Niveau unter die Bordsteinkante zu senken.

Seither darf er eine Kolumne führen, und nach vielen weiteren Versuchen hat er es endlich geschafft, den unschlagbar dummen Satz herauszukitzeln. Er nimmt die ganze Kolumne dafür Anlauf, et voilà.

«Es ist simpel: Mit mehr Frauen an der Spitze hätten wir weniger pompöse Prozesse – das ist keine Behauptung, sondern reine Statistik.»

ZACKBUM verleiht Loser dafür den Orden am Band mit Brillanten: Dummschwätzer erster Klasse.

10 KOMMENTARE
  1. Rolf Karrer
    Rolf Karrer says:

    Philipp Looser hätte viel eher fabuliert, weshalb gemäss Studie des Personalvermittlers Russel Reynolds Association kaum Schweizer Frauen für höhere Aufgaben tauglich sind. Statistik aus dem Jahre 2021 und kürzlich auch publiziert in der Sonntags-Zeitung.

    Vier von zehn neuen Topkader-Jobs in Schweizer SMI-Firmen sind 2021 an Frauen gegangen. Der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen ist innerhalb eines Jahres von 13 auf 19 Prozent gestiegen.

    Jetzt kommt aber der springende Punkt gemäss Studie:

    92 Prozent der neuen weiblichen Topkader kommen aus dem Ausland. Von den 40 sind folgedessen 36 Ausländerinnen. Einbezogen wurden Schweizer Unternehmen im SMI und SMIM.

    Bloss 8% Schweizerinnen sind somit für diese neuen, höheren Aufgaben vorgesehen. Dies müsste Philipp Looser erklären müssen. An was fehlt es? Ärgerte mich, weshalb diese magere Schweizerinnen-Bilanz unkommentiert blieb.

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    • Beth Sager
      Beth Sager says:

      Wunderte mich damals auch, weshalb bloss 8% Schweizerinnen für höhere Aufgaben qualifizieren. Offenbar studieren auch weiterhin zu viele das Falsche und Ungefragte.

      92% dieser weiblichen Kaderpositionen mussten allerdings im Ausland rekrutiert werden. Alle Schweizer Medien haben diese desolate Schweizerinnen-Bilanz die aufhorchen lässt, verschlafen.

      https://www.swissinfo.ch/ger/2021-waren-vier-von-zehn-neuen-top-kadern-in-smi-firmen-frauen/47304850

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      • Victor Brunner
        Victor Brunner says:

        Die 78+/- Nesthäckchen sind gutes Beispiel, identische Bildung, identisches Denken. Wellnesstudium, ein paar Semester Philosophie, Soziologie, Literatur, Geschichte, Deutsch, zum Teil auch abgebrochen. Anspruchsvolle Studium wie MINT Fehlanzeige! Beispiel was mit Wellnessstudium rauskommt. Von Lisa Füllemann, dümmlicher Smalltalk, rundum etwas abgeschrieben,»journalistisches BlaBla auf tiefstem Niveau, die Annabellisierung des TA unter Priska Amstutz:

        https://www.tagesanzeiger.ch/rihanna-inszeniert-ihren-babybauch-253650208715

        Lisa Füllemann ist Redaktorin im Ressort Leben. Sie hat an der Universität Zürich Geschichte und Deutsche Literaturwissenschaft studiert.

        LF hat den Brief nicht unterzeichnet.

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        • Eveline Maier
          Eveline Maier says:

          Lisa Füllemann hat doch jetzt einen bequemen Job nach ihrem langen Geschichtsstudium. Rihanna sei Dank.

          Ein teurer Resourcenverschleiss für unser eidgenössisches Bildungssystem, wo händeringend nach hungrigen, fleissigen Schweizer Frauen gesucht wird.

          Rolf Karrer‘s wertvoller Input, zeigt die verschwiegene Schwachstelle auf.

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        • Berny Moser
          Berny Moser says:

          Schweizer Frauen meiden anspruchsvolle Aufgaben, wie die Teufelin das Weihwasser.

          So werden Quotenfrauen für immer und ewig nötig bleiben. Im Stahlbad der Wirtschaft müssen die anspruchsvollen Kaderpositionen mehrheitlich von Ausländerinnen besetzt werden.

          Eine absolute Tragödie, die aufhorchen lässt.

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      • Mario Sacco
        Mario Sacco says:

        Diese Andrea Bleicher, alt BLICK-Chefredaktorin ad interim, forderte in diesem 10vor10-Beitrag gar eine Frauenquote von 50%. Wie soll dies denn funktionieren, wenn in der dynamischen Wirtschaft kaum hungrige, befähigte Schweizerinnen mit Biss zu finden sind für höchste Aufgaben.

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        • Benno Derungs
          Benno Derungs says:

          Jetzt ist felsenfest klar, dass das Problem nur bei den verwöhnten Schweizer Frauen liegt. Quasi alle Frauen für höchste Aufgaben müssen im Ausland rekrutiert werden gemäss dieser Studie. Ein Alarmzeichen, welches natürlich auch die Starjournalistin von 10vor10, Bigna Silberschmidt, in ihrer Blase völlig verpasst hat.

          Sollte eigentlich ein riesiges Alarmzeichen sein, für diese bewegten und leider oft verdorbenen Schweizer Frauen.

          Am 14. Juni 2022 findet ein weiterer Frauenstreik statt. Sponsoren werden gesucht……..um diese fehlgeleitete Hängematte weiter am Köcheln zu lassen.

          https://frauenstreik-bs.ch/2021/12/12/save-the-date-demo-zum-feministischen-streiktag-am-14-juni-2022/

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    • Tim Berner
      Tim Berner says:

      Habe diese kürzliche Studie im „Cash“ und der „Sonntags-Zeitung“ gelesen. Die magere Quote von Schweizerinnen in Toppositionen in dieser Studie zeigt glasklar, dass die Realitäten gar nicht schmeichelhaft sind.

      Der jährliche Frauen*streik verkommt so erst recht zu einem Folkloreanlass für bequeme Müssiggängerinnen.

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