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Bon soir, bajour

8. Januar 2022/1 Kommentar/in Allgemein, Kolumne/von René Zeyer

Wenn Lächerlichkeit doch nur töten könnte.

Bajour.ch ist eine der vielen Plattformen, die nur aus Gesinnung unterstützt werden. Ansonsten keinerlei Existenzberechtigung haben. Es gibt schlichtweg nicht genügend Publikum, um den mageren Ausstoss von vielen Mitarbeitern auf der Payroll zu finanzieren.

Angeführt wird das Projekt von Hansi Voigt. Mehr muss dazu eigentlich nicht gesagt werden.

Wer das Wort fremdschämen nicht versteht, sollte sich nur mal zu jedem beliebigen Zeitpunkt auf diese Webseite verirren. Was nicht langweilig ist, ist langweilig und alt. Statt Journalismus gibt’s Gesinnung satt.

14 Nasen unterbieten täglich alles, was mit Leistung, Journalismus, Professionalität zu tun hätte. Das kostet aber. Alleine an Löhnen werden pro Jahr mehr als 1,2 Millionen sinnlos verröstet.

Dem stehen Einnahmen von behaupteten knapp 120’000 Franken gegenüber. Also ein Zehntel. Schön, dass es die «Stiftung für Medienvielfalt» gibt. Die buttert jedes Jahr eine Million rein. Gedacht war an eine «Anschubfinanzierung» in den ersten drei Jahren. Anschliessend sollte die Subventionierung auf den Betrag geschrumpft werden, den «bajour» selbst einnimmt.

Also bei 120’000 wären das nochmal 120’000 gewesen. Das hätte bedeutet, dass sich die Mannschaft von etwa 8 bis 10 Mitessern hätte trennen müssen. Geht nicht, klar. Also wird die «Anschubfinanzierung» um drei weitere Jahre verlängert.

Wie «Inside Paradeplatz» vermeldet: «Der Stiftungsrat hat in seiner Strategieklausur 2021 entschieden, (…) eine weitere voraussichtlich dreijährige Fördervereinbarung mit Bajour abzuschliessen.»

Nun ist es jedem Milliardär – auch jeder Milliardärin – unbenommen, ihr Geld in sinnvollen oder sinnlosen Unternehmungen zu verpulvern.

Richtig witzig wird es aber, wenn bajour und auch der Hauptprofiteur von milden Gaben Voigt gegen angeblich «rechtskonservative Milliardäre» schäumen, die sich Medien unter den Nagel rissen und gegen die Subventionsmilliarde seien, weil die ja bekanntlich staatsunabhängigen Journalismus rette. Während die Gegner «Freunde des Faschismus» seien, wie er krähte, um das dann zurückzunehmen.

Heuchelei greift im Journalismus immer weiter um sich. Aber selbst von einer Pharma-Erbin ausgehalten werden und gegen den Einfluss böser Milliardäre schimpfen, das schlägt alles.

Schrott abliefern, der am Markt keine Chance hat und dafür noch belohnt werden: das ist auch wahnwitzig. Aber so geht halt Gesinnung.

Schlagworte: bajour, hansi voigt, Milliardäre, Millionen, Subvention
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https://www.zackbum.ch/wp-content/uploads/2021/11/Short1.jpeg 291 627 René Zeyer https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg René Zeyer2022-01-08 06:00:002022-01-07 22:45:08Bon soir, bajour
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1 Antwort
  1. Didier Venzago
    Didier Venzago sagte:
    8. Januar 2022 um 11:25

    Halt auch so ein Pseudo-Mediengefäss (siehe „Republik“) welches abgehalfterten Schreiberlingen eine hochsubventionierte Schein-Beschäftigung bietet.
    Leistung und Qualität spielen da keine Rolle. Aber auch die Pharma-Erbin wird irgendwann genug haben und den Geldhahn zudrehen. Bajour ist eine publizistische Totgeburt.

    Antworten

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