Statistik skandalös

Wieso nehmen das die Medien nicht auf? Ein merkwürdiges Schweigen im Blätterwald.

Das Bundesamt für Statistik bietet die Zahlen an, aufgrund deren fundamental wichtige Entscheidungen getroffen werden. Nur: wie sind die richtig zu verstehen? Es ist – ein Datenskandal. Zurückhaltend formuliert.

Ihr freiwilliger Beitrag für ZACKBUM

Manchmal kommt eine Bombe harmlos verkleidet daher. Hier heisst sie «Methodische Erläuterungen» zur Erfassung der «Covid-19-Fälle in der medizinischen Statistik der Krankenhäuser». Herausgegeben vom Bundesamt (BFS) zur Veröffentlichung der Jahresstatistiken der Spitalbetriebe für 2020.

Dauerte ein Weilchen, all die Daten zu erheben, zusammenzubüscheln und zu publizieren. Aber am 19. November war’s dann so weit. Die Bombe platzte – und keiner schaut hin. Auf Seite vier steht in trockenem Beamtenton:

«Angesichts der internationalen ICD-Diagnoseerfassungsregeln sind Covid-19-Erkrankungen immer als Nebendiagnose codiert. Damit ist es nicht möglich zu identifizieren, ob die Hospitalisierung «wegen» Covid-19 oder nur «mit» einer Covid-19-Infektion erfolgte. Personen, die «mit» und nicht «wegen» Covid-19 hospitalisiert wurden oder sich während dem Spitalaufenthalt angesteckt haben, sind in dieser Statistik ebenfalls enthalten.»

Als ob es den Bundesbeamten bewusst geworden sei, was sie da schreiben, verdeutlichen sie die Aussage nochmals unter Punkt 4, Diagnose:

«Personen, die «nur» wegen Covid-19 hospitalisiert wurden, sind nicht eindeutig identifizierbar, weder in der BFS- noch in der BAG-Erhebung. Die BFS-Meldungen enthalten auch Personen, die mit Covid-19 als Nebendiagnose hospitalisiert wurden und/oder sich während dem Spitalaufenthalt angesteckt haben.»

Etwas umfangreicher ist die Dezember-Ausgabe von «BFS aktuell»: «Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Gesundheitsversorgung im Jahr 2020».

Auch hier finden sich Knalleraussagen:

«2020 wurden 40 871 Hospitalisierungen mit einer Covid-19-Diag­nose registriert. Sie betrafen 34 817 Personen. Diese Hospitalisierungen machten 3% der insge­samt 1 344 468 stationären, von 977 597 Personen in Anspruch genommenen Spitalaufenthalte im Jahr 2020 aus.»

3 Prozent.

Dann noch zwei Aussagen zur einzigen Hochrisikogruppe in der Bevölkerung:

«Ältere Personen sind bei den Hospitalisierungen mit Covid- 19-Diagnose in der Überzahl. Bei Spitaleinweisungen mit Covid-19 beträgt das Medianalter 72 Jahre, ohne Covid-19 liegt es bei 58 Jahren.»

«Die Pandemie hatte auch auf die Alters- und Pflegeheime und die von ihnen betreuten Personen gravierende Folgen. Sie verzeichneten eine markante Übersterblichkeit von rund 5000 Todesfällen und die Belegung nahm kontinuierlich ab. Zudem verschlechterte sich die finanzielle Situation zahlreicher Al­ters- und Pflegeheime.»

Alle diese Bomben wurden in den Medien entschärft, entsorgt, ignoriert, nicht kommentiert. Daher holen wir das kurz nach:

  • Laut BFS ist es NICHT möglich, zwischen Hospitalisierungen «wegen» oder «mit» Corona zu unterscheiden
  • Alle Hospitalisierungen mit einer Covid-19-Diagnose machten im Jahr 2020 insgesamt 3 Prozent der stationären Spitalaufenthalte aus.

Dann kommt noch hinzu, dass sich die erhobenen Zahlen von BAG und BFS dramatisch unterscheiden:

«Für das Jahr 2020 zählt das BFS 31’230 Patienten mit laborbestätigten Covid-19-Erkrankungen, wohingegen das BAG-Dashboard-Meldesystem 19’952 Hospitalisierungen ausweist (Stand 29. 10. 2021).»

Bei solchen Informationen, Zahlen, Differenzen erübrigt sich jeder weitere Kommentar. Ausser: wer erklärt diesen Skandal?

Besser: wieso ist es kein Skandal?

5 KOMMENTARE
  1. René Küng
    René Küng says:

    Wer erinnert sich denn noch daran, wie die Tabellen, Zahlen, Covid-Fälle die ersten Monate im 2020 alle von der John Hopkins Universität in Tabellen ‹aufbereitet› wurden? Statistiken, Grafiken, alles schon längstens vorbereitet, für die ganze Welt.
    In jeder Schweizer Zeitung der gleiche Seuchen-Import, mit der Zeit dann etwas anders drapiert bei BaZ, Blick, NZZ & Co – als die Show lief und Pandemie zum Dauerrenner wurde.
    Dazu:
    Keine Obduktionen.
    Keine Suizid-Zahlen (vielleicht Ende 2022…..).
    Sirenen jeden Tag, das New York feeling in jedem Schweizer Kaff.
    Wer glaubt Schweizer Sesselfurzer kämen auf so perfide Methoden, um den Menschen auch mit solchen Details die Angst durch jede Pore rein zu drücken?

    Und wer jetzt noch googeln will, wer Unis wie die Hopkins Küche finanziert, den erwischt schon bald das Verschwörer-Virus.
    Herrgott, unsere Politiker, Experten und Beamten sind doch schlicht zu blöd (oder mit Restanstand?) um so eine gigantische Schweinerei auszudenken, planen und durchzuziehen.
    Dafür zotteln denn jetzt dann wieder 5 nach Davos und fühlen sich WEFtig, zusammen mit Heerscharen von Beamten, die weitere Instruktionen holen, wie wir weiter verarscht, geknebelt, zum Jahr 2030 getrieben werden. Und wir werden erst noch alle GLÜCKLICH sein.
    Ja klar, wenn die Idioten weiter träumen.

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  2. Hans von Atzigen
    Hans von Atzigen says:

    Bewusste Manipulation kann und sollte man ohne klare Belege nicht unterstellen.
    Offenbar liegt das Problem bei der Erfassung der Daten.Zb. chaotische, nicht sinnvoll gestaltete Meldeportale und Seiten.
    So zur Erinnerung, zu Beginn war Fax angesagt, wer Arbeitet denn noch mit Fax?
    Anscheinend ist es OHNE Test nicht so einfach Covid—19 zu diagnostizieren,
    Das lässt so einiges an Rückschlüssen erahnen, von einer erheblichen Zahl Fehldiagnosen und naheliegend entsprechenden Fehlbehandlungen, bis hin zur Wahrscheinlichkeit das, das Ding nicht soooooo gefährlich ist, wie lauthals in den Medien verkündet,davor haben besonnene Mediziner schon zu Beginn dieser „Pandemie» gewarnt.
    Aufmerksame Beobachter konnten schon lange feststellen, COVid-19 ist ein sehr seltener Tausendsassa, was der kann und angeblich verursacht einfach sagenhaft?!!!!
    Kann ein Virus sooooo kreativ sein? Hmmmm passt nicht soooo ins wissenschaftliche
    Bild und in die diesbezüglichen sehr umfangrechen Forschungsarbeiten und Erkenntnisse der letzten rund 50 Jahre! Auch Mutationen erfolgen nach Mustern und Bandbreiten, und nicht wild durcheinander, Chaotentum gibt es von sehr wenigen Fällen abgesehen, NUR beim Menschen.

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  3. Niklaus Fehr
    Niklaus Fehr says:

    Dass sich die Medien mehrheitlich auf die Regierung ausrichten verstehe ich. Da geht es ums Geld. Aber warum die Regierung sich so verhält wie sie es tut ist merkwürdig. So dumm können die Entscheidungsträger doch nicht sein. Wer oder was beeinflusst sie, dass sie bereit sind ihren eigenen Ruf aufs Spiel zu setzen? Auch dass sich Behördenmitglieder ins Rampenlicht drängen ist verstädlich, jeder tut was er kann. Aber bei den Bundesräten habe ich den Durchblick noch nicht. Da ist etwas faul. Eine Verstrickung in weitere Kreise. Ich bin gespannt. Die zukünftigen Geschichtsschreiber bekommen wieder viel Material.

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  4. Christoph Müller
    Christoph Müller says:

    Staatsversagen bei einer eigentlich trivialen Zählaufgabe. Es stellt sich die Frage, wie dieser Apparat komplexe Aufgaben lösen will, z.B. die Bereitstellung einer adäquaten Zahl von IPS-Plätzen/-Betten oder die Erhebung von Impfschäden, die dann evtl. erst Jahre nach Verabreichung einer Gentherapie auftreten werden.

    Und an die Adresse der Besserwisser: Wenn man sich von einer Therapie POSITIVE Langzeiteffekte verspricht (z.B. lebenslange Immunität gegenüber einem Erreger), wieso soll es dann unmöglich sein, dass eine solche Therapie NEGATIVE Langzeitfolgen hat? Und nur weil sich der positive Langzeiteffekt nicht einstellt, sind damit nich automatisch auch Langzeitschäden ausgeschlossen.

    In Anbetracht der unsauberen Methoden der Datenerhebung und der offensichtlichen Zahlenmassage für politische Zwecke ist mein Vertrauen in die publizierten Zahlen von swissmedic jedenfalls nicht allzu gross. Man darf davon ausgehen, dass die 3’927 schweren Nebenwirkungen der C19-Transfektionstherapien, die bis jetzt offiziell «aufgeschaltet» sind, ein absolutes Minimum darstellen:
    https://www.swissmedic.ch/covid-19-vaccines-safety-update-de

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    • Alois Fischer
      Alois Fischer says:

      Wie recht Sie haben – und wie wenig Logik, Forschungsgeist, Neugier und vor allem Fantasie wir rundum gehäuft erleben. Dürfen und leider müssen, denn wie dumm muss eine Zivilbevölkerung sein, dass sie all das mit sich anstellen lässt, was wir im Vorfeld von 2019 bereits gut versteckt bei der WHO, später umkaschiert, dafür wild vernebelt durch die Kaste der Berufspolitiker und uneigennützigen Verstärkung durch die heutigen (angeblich) subventionsabhängigen Staatsmedien an Fehlinformationen aufgetischt bekamen.
      Bin gespannt, wie sich das in spätestens 2 Jahren in unzähligen Publikationen – mit und ohne faulen Ausreden lesen wird. Der Notfasllslogan liegt seit der ersten verfehlten Panikmache bereit: «Hinterher ist man immer schlauer …»
      Nur: Amateurhafter, ungerechter und vor allem blinder wurde noch nie eine Krise irgendwelcher Art (nicht) bewältigt. Schuld sind wohl auch in Zukunft die Gegner, die Verleugnet, die Dummen, die ungebildeten, die Asozialen und sicher alle Unsolidarischen.
      So einfach kann man sich Probleme schönreden und -schreiben, die man sich selber zugelegt und rigoros bewirtschaftet hat.
      Eine Schande, wie wir sie schon zigmal- in der Geschichte niedergeschrieben und immer wieder nichts daraus gelernt und anscheinend gnädig vergessen haben.

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