Autopsie: Problem – Lösung

Die Medienmethode: ignorieren und umfahren.

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Problem: die bisherigen Massnahmen zur Pandemiebekämpfung haben – höflich ausgedrückt – durchwachsene Resultate gezeitigt. Lösung: ignorieren.

Problem: Sämtliche Prognosen und Rechthabereien von Journalisten und sogenannten Fachleuten in den Medien haben sich als Flop erwiesen. Lösung: einfach ignorieren.

Problem: In einer Woche wird über die Verschärfung des Covid-Gesetzes abgestimmt, wobei es immer fragwürdiger wird, wieso denn die Regierenden noch mehr Kompetenzen brauchen. Lösung: einfach umfahren.

So meckert Armin Müller in der SoZ wie üblich  rum: «Zu wenig, zu spät». «Wie üblich» seien die Behörden «überfordert». Sollte es zu neuen Lockdowns à la Österreich kommen, «gar zu Diskussionen um eine Impfpflicht, sind wir selber schuld».

«Wir», echt jetzt? Könnte darin ein Quentchen Selbstkritik enthalten sein, dass die Massenmedien ihrer Aufgabe als unabhängige Kontrollinstanz, als Plattform für eine breite Debatte, in keiner Weise nachgekommen sind? Nein, das kann sicher nicht sein.

Weiter unterm Genderstern

Problem: Gendern, obwohl das keinen interessiert. Lösung: Immer wieder drüber schreiben. Da hat ein Freiburger Professor ein Buch geschrieben, in dem er behauptet, eine «vermännlichte Sprache» fördere – na was wohl – «Sexismus». Seither bekommen er – na was wohl – «Hassbotschaften», wird also auf allen Kanälen der asozialen Medien beschimpft. Ist doch besser als ignoriert werden. Aber dennoch der SoZ eine halbe Seite Leserlangweilung (sollte als Straftatbestand eingeführt werden) wert.

Weiter mit der Bührle Sammlung

Problem: Auch Tagi-Kulturbanause Andreas Tobler drischt in einer wahren Kampagne auf die Bührle-Sammlung in der Erweiterung des Kunsthauses Zürich ein. Übertroffen wird er dabei nur von der schreibenden Schmachtlocke von der «Republik». Lösung: in der SoZ ist immerhin ein Interview mit Walter Feilchenfeldt möglich.

Keine geliehene Betroffenheit …

Kunsthändler in der zweiten Generation, sein Vater verkaufte 1942 einen Toulouse-Lautrec an Emil Bührle. Der hängt heute in der Kunsthaus-Leihgabe. Sein Vater sei Bührle dankbar gewesen, stellt Feilchenfeldt klar. Der Streit um diese Sammlung sei «völlig absurd». Er konstatiert, was keine Überraschung ist: «Die meisten dieser Historiker und Journalisten haben leider keine Ahnung, wie der Kunstmarkt zu jener Zeit funktionierte.»

Aber keine Ahnung hat noch nie von viel Meinung abgehalten. Nun kommt die Kernaussage:

«Von den 203 Werken der Bührle-Sammlung haben 37 im weitesten Sinne einen Zusammenhang mit NS-Verfolgung, hatten also deutsch-jüdische Vorbesitzer. 26 davon erwarb Bührle erst nach Kriegsende. Laut aktuellem Forschungsstand stammen alle Bilder aus unproblematischer Herkunft, oder man hat sich längst mit den früheren Eigentümern verständigt. Bisher konnte niemand etwas anderes nachweisen.»

Das gilt insbesondere für Claude Monets «Mohnblumenfeld bei Vétheuil». Auch hier liegt der Fall glasklar, erinnert sich der Kunsthändler: «Feilchenfeldt kennt den Fall sehr gut, da sein Vater Emden beim Verkauf beratend zur Seite stand. «Mein Vater hatte auch nach dem Krieg ein sehr gutes Verhältnis zu Hans Erich Emden», sagt er. «Kein einziges Mal ist ein schlechtes Wort gefallen, zum Beispiel, dass man den Verkauf bereue oder dass er sich über den Tisch gezogen gefühlt habe.» Auch konnte nachgewiesen werden, dass Emden zum Zeitpunkt des Verkaufs über ein beträchtliches Vermögen verfügte, er das Bild also nicht aus einer Notlage heraus abtreten musste.»

Keine Moral-, dafür eine Geldfrage 

2012 nahmen die Erben einen neuerlichen Anlauf, nochmals einen Millionenbetrag zu fordern. Als ihnen nachgewiesen wurde, dass sie damit keine Chance haben, verstummten sie. Bis heute, bis die «Republik», einäugig, inkompetent und auf Krawall aus, einem Erben Platz für ein weinerliches Interview einräumt, in dem der mit keiner einzigen kritischen Frage belästigt wird.

«Für Walter Feilchenfeldt ein falsches Spiel, «dominiert von den Anwälten».» Stört es ihn denn nicht, dass Bührle seine Waffen auch an die Nazis lieferte, unter deren Verfolgung Feilchenfeldts Familie litt? Altersweise Antwort:

«Es gab viele Kriegsgewinnler. Die meisten haben mit ihrem Geld Dümmeres angestellt, als Kunst zu kaufen.»

 

Warum nicht einen fragen, der’s weiss? Feilchenfeldt (Screenshot SoZ).

Aber Binswanger, Tobler und Co. werden es vielleicht schaffen, dass die Bührle Stiftung zu Recht zur Einsicht kommt, dass man sich doch nicht dafür in die Kappe scheissen lassen muss, dass man dem Kunstmuseum Zürich eine Leihgabe offeriert, nach der sich alle Museen der Welt alle Finger abschlecken würden. Es wäre nicht das erste Mal, dass Zürich, die Schweiz eine grossartige Kunstsammlung verlören.

3 KOMMENTARE
  1. Hans von Atzigen
    Hans von Atzigen says:

    Könnte es sein das die Mainstream Medien, DAS grosse Problem sind?
    Zur Erinnerung:
    Es waren die Mainstream Medien die am Anfang auf Panik gemacht haben, eskortiert von einem Teil zweitklassiger Publizitätssüchtiger Chaotisch agierender Fachwelt, ganz klar NICHT ALLE.
    Die aktuell Tonangebenden haben kaum übersehbar, ein grossesProblem sie verstricken sich SELBST, immer tiefer in diese Irrenveranstaltung.
    Die Regierungen sind Opfer und Täter gleichzeitig!
    Mit der Ausdehnung der impferei auf die Minderjärigen und Ungeborenen bis hinunter ins 2. Drittel der Schwangerschaft, demonstrieren die nur noch aberwitzigen Wahn und Schwachsinn, bis an den Rand des Kriminellen.
    Diese Altersklassen waren und sind nicht gefährdet, das bestätigt jeder nüchterne Fachmann.
    Was bleibt noch als Ausweg? Nur noch ein erdrückendes Nein am 28.11.
    Für Rationalismus, Mass, Vernuft und Verantwortung, insbesondere gegenüber der nächsten Generation.

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