Intensiv-Rechnen: Intensiv-Kollaps?

Belastungsgrenze, kritische Situation in den Spitälern. Stimmt das?

Ist es mal wieder so weit, wie es noch nie war? Sind die Intensivstationen an der Belastungsgrenze, werden sie von Covid-19-Patienten ausgelastet? So geht die Mär.

So sehen die Zahlen aus:

Ist diese Tabelle von irregeleiteten Coronaleugnern erstellt worden? Nein, das sind die offiziellen Zahlen des BAG, aktuell vom 17. November 2021.

Dieser erfreuliche Zustand herrscht, obwohl es aktuell rund 250 Intensivbetten WENIGER gibt als vor einem Jahr – Abbau aus Kosten- und Personalgründen.

Bei den 879 vom Koordinierten Sanitätsdienst (KSD) erhobenen Plätzen handelt es sich ausschliesslich um zertifizierte Betten. Als an Ostern 2020 gekreischt wurde, dass die Maximalkapazität fast erreicht sei, wurde unterschlagen, dass dazu beinahe noch einmal so viele Intensivbetten bereitgestellt wurden – einfach ohne Zertifizierung, aber ansonsten gleichwertig.

Womit die Belegungsquote von 98 auf knapp über 60 Prozent sank.

Die Auswirkungen des Virus auf die Hirntätigkeit müsste dringend genauer untersucht werden.

2 KOMMENTARE
  1. Christoph Müller
    Christoph Müller says:

    es gibt auch Prozentzahlen, die mit allen Tricks «nach unten» gerechnet werden (oder gar nicht berechnet werden), weil sie unbequeme Wahrheiten zeigen…

    Beispiel, basierend auf den am 20-NOV-2021 um 09:45 Uhr verfügbaren Zahlen auf der Webseite
    https://www.covid19.admin.ch/de/vaccination/status?indicator=death&devSum=total

    C19-Todesfälle per 18-NOV-2021 (seit 27:-JAN-2021):
    912 nicht geimpft
    720 unbekannt
    223 vollständig geimpft
    81 teilweise geimpft

    C19-Todesfälle per 01-NOV-2021 (seit 27:-JAN-2021):
    860 nicht geimpft
    708 unbekannt
    182 vollständig geimpft
    81 teilweise geimpft

    Anzahl «vollständig Geimpfte» an den C19-Todesfällen vom 01-NOV-2021 bis zum 18-NOV-2021:
    (223 – 182) / (912 + 720 + 223 + 81 – (860 + 708 + 182 + 81)) = 41 / (1936 – 1831) = 41 / 105 = 39%

    Man kann natürlich die Qualität der Daten hinterfragen (wie ist es z.B. möglich, dass man bei mehr als 10% der C19-Todesfälle im November 2021 den Impfstatus nicht kennt – evtl. auf der 2. Seite der Facsimile-Übertragung oder sonst ein Übermittlungsproblem?), und es gibt viele weitere «Angriffspunkte». ABER: Die unbeweisbare Behauptung, dass die aktuell verfügbaren Transfektionstherapien wirksam vor Ansteckung, Krankheit, schwerem Verlauf und Tod schützen, die muss schon hinterfragt werden. 39% mag nicht die korrekte Zahle sein, aber wirksam ist anders.

    Der Vollständigkeit halber noch die Anteile der «vollständig Geimpften» an den C19-Todesfällen für andere Zeitfenster:

    FEB-2021: 0.68%
    MAR-2021: 2.35%
    APR-2021: 5.14%
    MAI-2021: 8.09%
    JUNI-2021: 9.43%
    JULI-2021: 9.09%
    AUG-2021: 22.94%
    SEP-2021: 30.16%
    OKT-2021: 38.67%

    Datenquelle ebenfalls https://www.covid19.admin.ch/de/vaccination/status?indicator=death&devSum=total

    Klar ist, dass einer der Faktoren, der zum Ansteigen dieser Werte führt, die im entsprechenden Zeitraum ansteigende Impfrate ist (weil eben die Transfektionstherapien nicht wirklich wirksam schützen vor Tod). Wenn aber schlussendlich der Anteil der «vollständig Geimpften» an den C19-Todesfällen in den Bereich der Impfrate kommt, dann muss doch die Frage erlaubt sein, wo denn die Wirkung der Therapie genau zu suchen ist? Und wer wird verantwortlich sein, falls die «Wirkung» negativ wird?

    Die Daten gehören auf den Tisch, um Fragen zu beantworten und Hypothesen zu testen.

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  2. Marcella Kunz
    Marcella Kunz says:

    Von wegen Überlastung. Es sei daran erinnert, dass die Spitäler auf dem Höhepunkt der ersten, stärksten Welle Covid-Patienten aus dem Ausland einfliegen liessen. Es könnte jedoch sein, dass das Pflegepersonal dabei übergangen wurde. Oder sich nicht gewehrt hatte. Oder einverstanden war.

    Antworten

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