Der Prophet im eigenen Lande

ZACKBUM sieht es als Ritterschlag, dass es inzwischen verkniffen auf allen Medienplattformen totgeschwiegen wird.

Primeur, Aufreger, Enthüllung, klare Kante? Na und, wir haben schon längst aufgegeben, Medienmitteilungen zu versenden. Dass wir von (fast) allen gelesen werden im Medienkuchen, dafür haben wir genügend Belege.

Schön ist’s, wenn man dafür von der deutschen FAZ erwähnt wird. Damit pinseln wir gerne den eigenen Bauch:

«Beim Konzert des Rappers Stress in Lausanne waren fünfzig Besucher anwesend – obwohl online alle Plätze Abnehmer gefunden hatten. In Sitten waren es hundert. Der Boykott wurde als konzertierte Aktion entlarvt: „Sabotage!“ Die NZZ schrieb: „Stell dir vor, es ist Impfwoche und keiner geht hin.“ René Zeyers Medienportal Zackbum illustrierte die Kritik der Berichterstattung mit einem Bild des nordkoreanischen Diktators an einem Krankenbett – Kim Jong-un ist bekanntlich in der Schweiz zur Schule gegangen.»

Da hat einer sogar den impliziten Bildscherz kapiert. Chapeau, wie man hierzulande sagt.

 

3 KOMMENTARE
  1. Morgenpost
    Morgenpost says:

    Totschweigen aus Angst! Wobei sie hinterrücks den Herr Zeyer wohl auslachen, wenn er ihnen wieder mal ein Fragekatalog zustellt, und er nie Antworten dazu erhält. Die machen sich lustig über das ins Leere laufen lassen!
    Hören Sie auf Herr Zeyer mit dem Pressekodex, der verlangt, dass man immer beide Seiten anhören soll, wenn Sie so oder so keine Antwort erhalten.
    Es braucht Sie Herr Zeyer! Damit Sie aber nicht irgendwann wieder rechtlich reinlaufen und sich dann „ausserhalb einigen müssen“, eine Notiz: Verwenden Sie immer „viele, manche, bestimmte, gewisse, könnte, hören, jemand am Flughafen hat gesagt, usw.

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  2. Simon Ronner
    Simon Ronner says:

    Verständlich, haben die hiesigen Medien Schiss vor Ihnen. Würden die Zackbum durch Erwähnungen bekannter machen, so könnte bei den Medienkonsumenten ja der Eindruck entstehen, «Journalismus und Publizistik befänden sich kurz vor dem Exitus» (Peter Hartmeier). Das darf nicht sein!

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  3. Mathias Wyss
    Mathias Wyss says:

    «Chapeau» sagen auch hochgebildete Medienmenschen in Deutschland. Nur tönt das für unsere sensiblen Schweizer Ohren ziemlich falsch: Scha-poooo, mit Betonung auf der letzten Silbe. Wie Mac-roooon oder der Fussballer Ribe-riiiii.

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