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Tamedia erarbeitet Sozialplan

18. November 2020/6 Kommentare/in Allgemein, Blattkritik, Recherche/von redaktion@zackbum.ch

Im Hinblick auf die zu erwartenden Entlassungen ab Juli 2021 wird Tamedia einen Sozialplan erarbeiten, wie es auf Anfrage heisst.

Gestern Dienstag fand eine Infoveranstaltung statt für die Tamedia-Mitarbeitenden. ZACKBUM.ch berichtete im Vorfeld darüber. Was ist dabei herausgekommen? Laut internen Quellen verlief der Anlass eher trübselig. Zwar wurde etwa die «Magglingen-Recherche» gelobt und der Bronze-Platz der Schweizer Familie beim Best Swiss Web Award freudig erwähnt. Angesprochen wurden auch Innovationsprojekte wie Podcasts. Als Podcastproduzentin wurde nämlich eigens Mirja Gabathuler angestellt. Ab 7. Dezember läuft zudem wieder die Serie «Wahrheit, Wein und Eisenring – das ehrlichste Gesprächsformat der Schweiz» mit Yvonne Eisenring.

70 Millionen einsparen bis Ende 2022

Aber geblieben ist den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wohl eher der Finanzteil.  ZACKBUM.ch fasst das Thema zusammen. Die Aussagen sind abgesegnet von Mediensprecherin Nicole Bänninger:  «Tamedia muss bis Ende 2022 70 Millionen Franken einsparen, also rund 15 Prozent der Kosten. Betroffen werden nicht nur die Redaktionen sein. Alle Unternehmensbereiche müssen ihre Kosten reduzieren, so beispielsweise auch die Druckereien oder der Vertrieb. Ein wesentlicher Teil der Einsparungen kommt auch aus einem Sparprogramm bei den zentralen Dienstleistungen, welche Tamedia von der TX Group bezieht. Zum Beispiel im IT-Bereich.

Keystone-SDA: Ein Ausstieg ist für Tamedia aktuell kein Thema

Darüber hinaus müssen wir uns, wie bereits kommuniziert, auch Gedanken machen zur zukünftigen Ausgestaltung der Dienstleistung, die wir von Keystone-SDA beziehen, und insbesondere der damit verbundenen Kosten. Wie um diese Jahreszeit üblich, sind wir mit Keystone-SDA in Gesprächen über den genauen Umfang der Leistungen für das nächste Jahr. Ein Ausstieg ist für Tamedia aber aktuell kein Thema.»

Nicole Bänninger betont: «Tamedia legt keine Redaktionen in Zürich zusammen! Geprüft werden Synergien. Diese Projekt-Arbeiten starten im Januar 2021, umgesetzt wird ungefähr ab Mai 2021.»

Nun doch noch zwei Anschlussfragen. Stimmt es, dass die Synergienprüfung im ersten Quartal in Zürich und im zweiten Quartal im Bern startet?
Ja, in Zürich startet das Projekt Anfang 2021, in Bern im Q2 2021.

Sind erste Entlassungen im Juli 2021 zu erwarten?
Über personelle Veränderungen lässt sich noch keine Aussage machen. Nötige Massnahmen werden so weit wie möglich über Fluktuation, interne Verschiebungen oder andere Anschlusslösungen vollzogen, um Kündigungen zu vermeiden. Um allfällig betroffene Mitarbeitende bestmöglich zu unterstützen, wird – unabhängig von der Höhe der Massnahmen – unter Einbezug der Sozialpartner ein Sozialplan erarbeitet.

Schlagworte: Sozialplan, Synergieprüfungen, Tamedia
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6 Kommentare
  1. Victor Brunner
    Victor Brunner sagte:
    18. November 2020 um 9:28

    Nicole Bänninger betont: «Tamedia legt keine Redaktionen in Zürich zusammen! Geprüft werden Synergien. Diese Projekt-Arbeiten starten im Januar 2021, umgesetzt wird ungefähr ab Mai 2021.»

    Bänninger hat recht, es müssen nicht alle Reaktionen in Zürich zusammengefasst werden, Redaktionen können in Horgen, Horgen/Meilen, oder Glattbrugg für Zürcher Oberland/Unterland gebündelt werden. Bestimmt wird es einen weiteren Abbau der redaktionellen Leistung geben, das sind sich die LeserInnen der TAmedia Regionalzeitungen gewohnt. Vermutlich heisst Synergien finden dass ab nächstem Jahr im ersten Bund der RZ auch der Gesellschaftsschrott von Priska Amstutz und ihrem Frauengrüppli publiziert wird. Oder Böniger mit seinen Restaurantempfehlungen!

    Witzig, TAmedia ist wieder am sparen und abbauen, war heute etwas davon zu lesen, im TA oder ZSZ? Nichts, wie üblich hält TAmedia interne Vorgänge unter der Decke und die Journis nicken wie immer ergebenst ab. Wahrscheinlich wollen sie erst informieren wenn die naiven LeserInnen das Abo für 2021 bezahlt haben!

    Antworten
  2. Sebastian Renold
    Sebastian Renold sagte:
    18. November 2020 um 9:10

    Das ist weit eher ein «Asozialplan», was das Coninx-Imperium da präsentiert hat.

    Antworten
    • Dölf Rübel
      Dölf Rübel sagte:
      18. November 2020 um 9:23

      Nein, nein, die ganze 70-Millionen-Übung ist eigentlich nichts anderes als ein grosser Sozialplan, halt einfach für das mittlerweile etwas breit gestreute Familien-Aktionariat.

      Antworten
      • Peter Rosegger
        Peter Rosegger sagte:
        18. November 2020 um 19:32

        Ja haben denn alle Clanmitglieder so viele Frauen zu versorgen wie der Hans-was-Heiri?

        Antworten
        • Dölf Rübel
          Dölf Rübel sagte:
          18. November 2020 um 19:54

          Das entzieht sich meiner Kenntnis. Klar ist nur, dass die jährliche Dividende seit geraumer Zeit die einzige Konstante bei TX war, geschehe was wolle. Es werden deshalb bereits Wetten abgeschlossen, ob die nach Auszahlung der Dividende für 2019 unter Tränen der Reue gecancelte Dividende für 2020 letztendlich nicht doch ausbezahlt wird.

          Antworten
          • Gerold Ott
            Gerold Ott sagte:
            19. November 2020 um 5:29

            Richtig, was sie sagen mit der einzigen Konstante bei der TX – Truppe (Group).

            Nur nebenbei gesagt: Mag dieses nun inflationär verwendete Wort «gecancelt» überhaupt nicht. Ein scheussliches, dekadentes Wort, welches nur in der Airline-Industrie angebracht ist.

            Auch Michèle Binswanger vom TA hat es kürzlich wieder in einem Meinungs-Artikel völlig unangebracht verwendet.

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