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Nur mal kurz die Welt retten

6. Oktober 2020/3 Kommentare/in Allgemein, Meinung/von redaktion@zackbum.ch

Folge 25 der Republik

Die «Republik» und James Bond liefern sich ein enges Rennen. Beide haben mindestens schon 25 mal die Welt gerettet. Doch wer wird am Ende gewinnen? Zur Diskussion steht aktuell der Republik-Artikel «Wie Coop mehr Mitsprache für Konsumenten verhinderte».

Darum geht es: Junge Aktivisten wollten in den Regionalrat des Detailhändlers gewählt werden, um höhere Löhne für die Angestellten durchzudrücken und eine konsequente Klimastrategie durchzuboxen. Coop bekam von den Plänen Wind und änderte die Spielregeln, um überhaupt in den Regionalrat reinzukommen.

Dann grosser Katzenjammer bei den Aktivisten. Man geht zur «Republik» und heult sich aus. Und die «Republik» heult gleich mit: «Sie hätten Schweizer Wirtschaftsgeschichte schreiben können.» Und: «Coop hat sich jetzt zu einer Autokratie weiterentwickelt.»

Liest man die Forderungen der Jungen Wilden, wird es einem schwindlig. Für Ungelernte wird ein Bruttomindestlohn von mindestens 4400 Franken gefordert. Das sind 500 Franken mehr als im GAV ausgehandelt wurde. Es sei nicht das erste Mal, argumentieren die Aktivisten, dass die Arbeitsbedingungen bei Coop öffentlich kritisiert werden. Als Beweis verlinken sie auf einen über sechs Jahre alten Artikel.

In zehn Jahren, so die weitere Forderung, müsse Coop im kompletten Sortiment nahezu CO2-neutral sein. Der dicke Mann bei der Charcuterie muss also ausserhalb des Geländes pupsen gehen und die Ananas ist ab 2030 eine gelb-grün angemalte Bio-Gurke.

Sympathisch ist aber die Forderung: «Binnen eines Jahres ist das Sortiment frei von manipulativen Techniken zur Verkaufsförderung.» Keine blöden Trophy-Badezimmer-Koffer-Wasserpistolen mehr? Wo muss ich unterschreiben?

Wir wollen aber auch der beseelten «Republik» helfen und halten fleissig Ausschau nach durchgeknallten Ideen zwecks Weltrettung.

Schlagworte: Coop, Coop-Trophy, Regionalrat, Republik
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https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg 0 0 redaktion@zackbum.ch https://zackbum.ch/wp-content/uploads/2020/06/logo1.svg redaktion@zackbum.ch2020-10-06 07:00:022020-10-06 08:15:37Nur mal kurz die Welt retten
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3 Kommentare
  1. Valentin Vieli
    Valentin Vieli sagte:
    6. Oktober 2020 um 9:51

    Vollkommener Blödsinn, den da Dauernörgeler Viktor Brunner (??) zu erzählen weiss. Die Mindestlöhne im Gastgewerbe für Ungelernte sind bei 3500 Franken. Das ist kein komplexer Vorgang, das sind Fakten. Mit einem Bruttomindestlohn von 4400 Franken ist Coop sicher nicht mehr konkurrenzfähig und die jungen Wilden brauchen wir so wenig im Regionalrat wie eine Republik als Onlineplattform. Sie merken immer noch nicht, dass ihr sog. neutraler Journalismus nicht rechnet. Zu lange, unrecherchierte und meist ultralinke Artikel sind nicht gefragt. ZACKBUM!

    Antworten
  2. Victor Brunner
    Victor Brunner sagte:
    6. Oktober 2020 um 8:32

    Einmal mehr ein kurzer Artikel von Beni Frenkel der journalistischen Ansprüchen nicht genügt. Der ganze Vorgang ist komplexer und interessanter. Der Artikel ist zu lesen:
    https://www.republik.ch/2020/10/05/wie-coop-mehr-mitsprache-fuer-konsumenten-verhinderte
    Bin weder Abonnent noch sonst irgendwie vebandelt mit den Möchtegernedelfedern des Rothauses!

    Antworten
    • Alois Fischer
      Alois Fischer sagte:
      6. Oktober 2020 um 10:43

      Finde als Laie und Coopnutzer kein Haar in der Frenkelsuppe. Er berichtet mir, was ich nicht weiss und liefert auch den entsprechenden Artikel dazu – bitte eigene Meinung selber machen.
      Im Gegensatz zur soeben überflogenen Internet Subschlagzeile von Bluewin «Ärzte befürchten jedoch, sein (Trumps) demonstrativ sorgloser Umgang mit dem Virus könnte die Ausbreitung antreiben.» wird Herr Frenkel meinen Ansprüchen gerecht: Ärzte befürchten (wer, wieviele?) befürchten (auch ich befürchte, dass es heute wieder regenen könnte) und so weiter. Absolute Nullnummer und echt beklagenswert.

      Was journalistische Ansprüche sind, wäre zu definieren. Insbesondere, ob es sich an Anspürche des Journalisten an sich selber oder andere Jornalisten an Kollegen oder Nichtjournlisten an Journalisten oderJournalisten an Nichtjournalisten haben wollen, sollen, dürfen, müssen, können …
      Sticheleien in Ehren, aber das ist wirklich Kindergarten.

      Antworten

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